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Augen beim Wintersport richtig schützen

Kleinkind mit Skibrille © famveldman
11.12.2017

Wer ohne die richtige Skibrille im Winter im verschneiten Gelände unterwegs ist, riskiert Schäden an der Hornhaut des Auges. Denn der weiße Schnee reflektiert das einfallende UV-Licht viel stärker als andere Hintergründe. Fachärztinnen und Fachärzte raten deshalb, eine gut sitzende, rundum geschlossene Skibrille mit UV-Filter zu tragen.

Das Sonnenlicht in den Bergen birgt beim Wintersport Gefahren für die Augen: Alle 1000 Höhenmeter nimmt die ultravioletten (UV) Strahlung um rund 20 Prozent zu. Der Schnee reflektiert diese Strahlung nochmals um bis zu 85 Prozent stärker. Wie die Haut am Körper, kann auch die Hornhaut des Auges einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie intensivem UV-Licht ausgesetzt ist, warnt die Deutsche Ophtalmologische Gesellschaft (DOG) in einer Presseaussendung.

Das Licht lässt die Zellen auf der Hornhaut des Auges absterben. Sechs bis acht Stunden später kommt es zu stechenden Schmerzen und starkem Fremdkörpergefühl; die Augen schwellen an und tränen. Wintersportler mit schmerzenden Augen sollten sofort aus der Sonne gehen und sich am besten in dunklen Räumen aufhalten. Da die Hornhaut sich ständig regeneriert, sind die Symptome nach zwei bis drei Tagen meist verschwunden. Dennoch sollte zur Abklärung eine Augenärztin/ein Augenarzt aufgesucht werden.

Langzeitschäden der Augen vermeiden

Wer seine Augen regelmäßig intensivem Sonnenlicht aussetzt, riskiert Langzeitschäden: „UV-Strahlung erhöht das Risiko für chronische Augenleiden wie Grauen Star oder Makuladegeneration – eine Erkrankung, die blind machen kann“, erklärt der Augenarzt  Dr. Thomas Reinhard, Generalsekretär der DOG.

Vor diesen Schäden und Erkrankungen schützen am besten Skibrillen, da normale Sonnenbrillen das seitlich einfallende Licht nicht abschirmen. Für Menschen, die Brillen tragen gibt es auch entsprechende Skibrillen und oder sogenannte „Clip-in-Brillen“, die an die Innenseite der Skibrille angebracht werden. Grundsätzlich sollte man sich beim Kauf einer Skibrille im Fachhandel beraten lassen.

Checkliste für eine gute Skibrille

  • Die Gläser sollen alle UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern absorbieren. Wie Sonnenbrillen tragen auch Skibrillen mit entsprechendem Breitband-UV-Schutz das CE-Zeichen.
  • Die Brille sollte die Augenpartie vollständig abdecken, sodass auch seitlich kein UV-Licht einfällt.
  • Gläser sollten aus splitterfreiem Kunststoff bestehen und zumindest doppelt verglast sein – falls die äußere Scheibe bei einem Sturz bricht.
  • Eine Tönung der Gläser kann die Sicht bei schwierigen Lichtverhältnissen verbessern: Graue Gläser bieten Blendschutz an sonnigen Tagen, rötliche und gelbe Gläser verstärken die Kontraste bei schlechten Lichtverhältnisse.

 Weitere Informationen: 

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