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FamilienbegleiterInnen-Netzwerk wächst

Kleines Kind mit Eltern © georgerudy
29.06.2017

Seit 2015 wächst das Netzwerk für frühe Hilfen in Österreich. Unter frühen Hilfen versteht man Maßnahmen, die Familien und Kinder in belastendenden Situationen von Beginn der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren unterstützen. Im Mittelpunkt der Initiative von Bund, Ländern und Sozialversicherung stehen Familienbegleiterinnen/Familienbegleiter, die als Ansprechpartner für Familien da sind. Das Angebot ist freiwillig und bietet Hilfestellung bei sozialen und gesundheitlichen Anliegen. 

Bereits 53 Bezirke verfügen über ein Frühe-Hilfen-Netzwerk

Es gibt bereits in 53 Bezirken in Österreich Frühe-Hilfen-Netzwerke. Weitere elf Bezirke sollen in näherer Zukunft folgen. 2016 konnten 1.313 Familien betreut werden. Bis 2021 sollen mindestens 1.500 Familien jährlich mit dem Hilfsangebot erreicht werden. Frühe-Hilfen-Netzwerke bestehen aus verschiedenen Einrichtungen und Angeboten in Wohnortnähe – vor allem aus dem Gesundheits- bzw. Sozialbereich. Familienbegleiterinnen/Familienbegleiter sowie ein Netzwerk-Management bemühen sich um eine möglichst gute Vernetzung und Weiterentwicklung der Angebote. Den Ursprung hat das Projekt in Vorarlberg. Dort wurde bereits 2009 ein Konzept entwickelt und ab 2011 flächendeckend umgesetzt.

Sozial benachteiligte Menschen werden besonders gut erreicht

Es werden quer durch alle Bevölkerungsgruppen Familien begleitet. Etwa die Hälfte der begleiteten Familien ist jedoch armutsgefährdet. Frühe Hilfen tragen zu einem gesünderen Aufwachsen bei und bieten Unterstützung auch direkt vor Ort bei den Familien an. In der Evaluation des Projekts zeigte sich, dass die Familien durch die Begleitung weniger belastet waren. Auch die Eltern-Kind-Bindung verbessert sich, die Entwicklung wird gefördert. Der langfristige Nutzen übersteigt die Kosten um ein Vielfaches.   

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