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Zika-Virus: WHO unterstreicht Warnungen

Schwangere wird mit Ultraschall untersucht © Juice Images
14.03.2016

Laut aktuellen Forschungen der WHO ist das Zika-Virus wahrscheinlich nicht nur für Mikrozephalie, sondern auch für andere neurologische Erkrankungen verantwortlich. 

Eine Übertragung des Virus erfolgt meist durch Mückenstiche, möglicherweise aber auch durch Sex.

„Mikrozephalie ist nur eine von verschiedenen möglichen Anomalien“, sagte WHO-Direktorin Margaret Chan am 8.3. bei der Vorstellung der Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen des Zika-Notfallkomitees der WHO. So kann das Zika-Virus neben kindlichen Fehlbildungen auch neurologische Störungen wie das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) verursachen. GBS ist eine seltene Erkrankung, bei der das Immunsystem die peripheren Nerven angreift. Obwohl beim GBS sehr schwere Verläufe selten sind, dauert die Erkrankung mehrere Wochen und erfordert umfassende medizinische Behandlung.

Virus kann kindliche Fehlbildungen auslösen

In der Schwangerschaft kann eine Zika-Virus-Infektion für den Fötus gefährlich werden und Fehlbildungen verursachen. Bisher wurde das Zika-Virus vor allem mit Mikrozephalie in Zusammenhang gebracht. Diese nicht heilbare Erkrankung verursacht ein zu geringes Schädelwachstum bei Neugeborenen und in der Folge schwere Entwicklungsstörungen. Zika-Viren wurden im Blut, im Hirngewebe und in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit entdeckt und können auch Fehl- oder Frühgeburten auslösen.

Vorsichtsmaßnahmen bei Reisen

Die WHO spricht keine generellen Warnungen vor Reisen in die betroffenen Länder und Gebiete aus. Allerdings werden schwangere Frauen vor Reisen in Gebiete mit einem Zika-Ausbruch gewarnt.

  • Werdenden Müttern, deren Sexualpartner in den betroffenen Gebieten leben oder dorthin reisten, empfiehlt die WHO, auf geschützten Geschlechtsverkehr zu achten oder während der Schwangerschaft auf Sex zu verzichten.
  • Reisende in Zika-Risikogebieten sollten Mückenstiche vermeiden und nach ihrer Rückkehr auf Safe Sex achten.

Symptome einer Zika-Infektion wie Fieber, Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen etc. treten bis zu zwölf Tage nach einem infektiösen Mückenstich auf und halten bis zu einer Woche an. Die Mehrheit der infizierten Menschen zeigt jedoch keine Symptome.

Weitere Informationen:

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