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8.200 vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung

Industrieanlage mit Abgasen © Gina Sanders
01.12.2016

In Österreich sterben rund 8.200 Menschen pro Jahr vorzeitig infolge der Luftverschmutzung. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA). Die am meisten problematischen Schadstoffe sind Feinstaub (PM), Stickstoffdioxid (NO2) und bodennahes Ozon (O2). Sie werden vor allem durch den Kfz-Verkehr, das Heizen und die Industrie verursacht. So schätzt die EEA, dass in 41 europäischen Ländern rund 467.000 vorzeitige Todesfälle auf das Konto einer Langzeitbelastung durch Feinstaub (PM2,5) gehen und rund 71.000 durch Stickstoffdioxid verursacht werden.

Regionales Problem

Zwar gingen in den letzten Jahrzehnten die Emissionen bei vielen Schadstoffverursachern zurück und die Luftqualität in Europa verbesserte sich. Jedoch gibt es heute Bereiche mit nach wie vor problematischen Emissionen, z.B. den Straßenverkehr. Luftverschmutzung in Europa ist ein regionales Problem. Besonders Städte und Ballungszentren sind davon betroffen.

Luftverschmutzung hat deutliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Luftschadstoffe können verschiedene – teils vorübergehende, teils chronische – Gesundheitsschäden auslösen und das natürliche Abwehrsystem des Atemtraktes schwächen. Zu den Gesundheitsschäden zählen Beeinträchtigungen der Lungenfunktion sowie Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Jahresgrenzwerte überschritten

Laut einer Information des VCÖ wurde 2015 in Österreich in sechs Bundesländern der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) überschritten. Am höchsten war die Belastung mit Stickstoffdioxid in Vomp in Tirol mit 59 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft, der Grenzwert liegt bei 30 Mikrogramm (plus fünf Mikrogramm Toleranzmarge). Sehr hoch war laut VCÖ die Belastung auch in der Stadt Salzburg, in Hallein, in Wien am stark befahrenen Hietzinger Kai, entlang der Brenner- und Inntalautobahn sowie in Lustenau, Feldkirch und Enns. Hauptverursacher für NO2 sind Dieselabgase.

Bei Feinstaub gilt: Je kleiner die Partikel, umso gefährlicher für die Gesundheit. Besonders große Mengen von Kleinstpartikeln sind in Dieselabgasen und durch die Direkteinspritzung auch bei immer mehr Benzin-Pkw enthalten. Beim Verbrennen von Erdölprodukten, Kohle und anderen fossilen Energieträgern entstehen besonders viele gesundheitsschädliche Schadstoffe.

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