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Krebs: Mut zur Information

Ärztin und Frau vor Bruströntgengerät
27.01.2014

Rechtzeitig zum Weltkrebstag am 4. Februar startet die Österreichische Krebshilfe eine Informationsoffensive und stellt die erste deutschsprachige App als Unterstützung für Krebspatientinnen und -patienten vor. Die App für Smartphones und Tablet-Computer bietet gesicherte Infos zu verschiedenen Krebserkrankungen sowie Hilfe & Tipps für das Leben mit Krebs und eine „persönliche Ecke“ zum Aufzeichnen wichtiger Ereignisse.

Weltkrebstag: Falsche Mythen abbauen

Das neue Informationsangebot der Krebshilfe passt zum Motto des diesjährigen Weltkrebstags, es lautet: „Mythen abbauen“. Die UICC (Union for International Cancer Control) als Organisatorin des Weltkrebstags beschreibt die häufigsten Mythen und Vorurteile zum Thema Krebs. Das deutsche NCT (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen) fasst sie zusammen:

  • Mythos 1: Wir müssen über Krebs nicht sprechen: Der offene Umgang mit dem Thema kann helfen, bessere Erfolge zu erzielen. Sich dem Thema Krebs zu stellen, ist zwar für die Betroffenen schwierig. Doch mit vertrauten Menschen über die Erkrankung zu sprechen, hilft, Gefühle wie Angst, Besorgnis oder Traurigkeit zu überwinden. Krebs darf kein Tabuthema sein!
  • Mythos 2: Es gibt keine Anzeichen oder Symptome für Krebs: Tatsache ist, dass es bei vielen Krebsarten Warnsignale und Symptome gibt. Der Nutzen der Früherkennung ist unumstritten!
  • Mythos 3: Es gibt nichts, was ich gegen Krebs tun kann: In Wahrheit kann man als Einzelner vieles tun, um Krebsrisiken zu senken. Das gilt auch für die Ebene des Gemeinwesens und der Politik. Die Lebens- und Arbeitsumstände und der persönliche Lebensstil sind wichtige Einflussfaktoren. Mit den richtigen Strategien ist ein Drittel der häufigsten Krebserkrankungen vermeidbar!

Neue Maßnahmen der Krebsvorsorge

In der World Cancer Declaration werden wirksame Maßnahmen für eine Vermeidung und Früherkennung von Krebserkrankungen gefordert. Die Österreichische Krebshilfe begrüßt daher die 2014 gestarteten neuen Vorsorgemaßnahmen in Österreich, und zwar die Einführung des und die Aufnahme der HPV-Impfung in das Kinderimpfprogramm.

Bei der Vorstellung der neuen Krebshilfe-App betonte Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, wie groß das Informationsbedürfnis der Betroffenen sei: „Rund 30.000 Personen suchen jährlich Rat in den 43 Krebshilfe-Beratungsstellen. 75 Prozent aller Fragen werden zu der jeweiligen Tumorerkrankung und der Therapie gestellt.“

App „KrebsHILFE“ bietet gesicherte Infos

Die neue App unterstützt jene, die Informationen über eine Krebserkrankung und Therapie suchen und sich aktiv am Therapieverlauf beteiligen möchten. Die Angebote sind in vier Bereiche eingeteilt:

  • Informationen zu Krebsformen, Therapie und Nachsorge
  • Hilfe für das Leben mit Krebs (Nebenwirkungen, Ernährung, Bewegung, Sexualität, Umgang mit Angst etc.)
  • Tipps für besondere Situationen während der Erkrankung
  • Meine Ecke (Notizen, Speichern wichtiger Tipps, Entspannungsmusik etc.)

Die App „KrebsHILFE“ für Krebspatientinnen/-patienten und deren Angehörige wurde von der Österreichischen Krebshilfe, der Initiative „Leben mit Krebs“ und der Klinischen Abteilung für Onkologie der Klinik für Innere Medizin I der Medizinischen Universität Wien erarbeitet und kann in den jeweiligen App-Stores kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:

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