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Schulbuffets sollen gesünder werden

Schulmädchen stützt ihren Kopf auf Apfel © Fotolia X
25.08.2011

Gerade im Kindes- und Jugendalter werden die Ernährungsgewohnheiten maßgeblich geprägt. Neben der Beeinträchtigung der körperlichen Entwicklung können Fehl- und Mangelernährung zudem Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und einen Leistungsabfall in der Schule verursachen. Das Gesundheitsministerium hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Verpflegung an Österreichs Schulen nach und nach zu verbessern.

Keine Zeit fürs Frühstück, Jause vergessen


Immer mehr verlagert sich die Essensverpflegung von zu Hause in andere Lebensbereiche – Untersuchungen zeigen, dass ca. ein Drittel der sechs- bis 14-Jährigen nicht frühstückt und auch keine Jause mitbekommt. Gerade hier liegt ein wichtiger Ansatzpunkt der Schulbuffets, die einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden körperlichen Entwicklung und Leistungsfähigkeit leisten können. In der Realität dominieren an den Schulbuffets jedoch häufig zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten und fette Snacks wie Zuckerschnecke und Wurstsemmel.

Das Angebot eines gesunden Schulbuffets sollte sich am Vitamin-, Mineralstoff- und Nährstoffbedarf von Kindern und Jugendlichen orientieren. Neben Frische und Vielfalt spielt dabei auch der ökologische Aspekt eine wichtige Rolle (z.B. saisonale und regionale Waren). Nicht zuletzt sind die Vorlieben der Schülerinnen und Schüler wichtig.

Hilfreiche Tipps für die Betreiberinnen und -betreiber von Schulbuffets sind z.B.:

  • Tauschen Sie schrittweise Getränke mit hohem Zuckergehalt (z.B. Limonade, Nektar) durch zuckerfreie bzw. solche mit moderatem Zuckergehalt aus.
  • Platzieren Sie Brot/Gebäck mit hohem Schrot- bzw. Kornanteil immer gut sichtbar (z.B. in vorderster Reihe der Vitrine) und Weißbrot/-gebäck immer untergeordnet (z.B. seitlich am Rand bzw. dahinter).
  • Platzieren Sie ideale Milchprodukte oder solche mit moderatem Fett- bzw. Zuckergehalt gut sichtbar.
  • Tauschen Sie fettreiche Wurstsorten (über 20 Prozent Fettgehalt wie z.B. Kantwurst, Speck, Streichwurst, Hartwürste zum Knabbern) durch fettärmere Sorten aus (bis 20 Prozent Fett wie z.B. Schinken, Puten- und Schinkenwurst, Extrawurst fein).
  • Gesündere Alternativen zu Mehlspeisen sind Trockenfrüchte, ungesalzene Nussmischungen, Studentenfutter, fettarme Knabbereien (z.B. Reis-/Maiswaffeln) oder Obst.
  • Präsentieren Sie die Süßigkeiten stets untergeordnet seitlich am Buffet.
In den nächsten zweieinhalb Jahren werden die Leitlinien in einem Projekt mit interessierten Betreiberinnen und Betreibern umgesetzt.

Weitere Informationen zur Leitlinie Schulbuffet erhalten Sie auf der Website des Gesundheitsministeriums.
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