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Neue Empfehlungen für gesunde Bewegung

Füße eines Läufers © ArtmannWitte
17.05.2010

Länger leben bei guter Gesundheit: Wer dieses Ziel erreichen will, sollte sich regelmäßig bewegen, und zwar von der Kindheit bis ins Alter. Welches Bewegungspensum fördert tatsächlich die Gesundheit und hilft zudem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Diabetes, Depressionen, Übergewicht und andere weitverbreitete Gesundheitsprobleme zu vermeiden? 

Eine wissenschaftlich abgesicherte Antwort liefern die kürzlich vorgestellten Österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung. Das Besondere der Empfehlungen sind die Unterscheidung nach Altersgruppen (Kinder und Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen) und die Beschreibung der Bewegungsintensität.

Bewegung statt TV & Computer

Entsprechend den Empfehlungen sollten Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre täglich mindestens eine Stunde bei zumindest mittlerem Anstrengungsgrad aktiv sein. Ausreichende Bewegung ist für Kinder und Jugendliche eine fundamentale Basis für ein gesundes Wachstum. Kinder, die mehr als zwei Stunden pro Tag vor dem Fernseher sitzen oder am Computer spielen, sollten zu mehr Bewegung motiviert werden.

Jede Bewegung ist besser als keine


Für Erwachsene von 18 bis 64 Jahren lautet die Empfehlung: 150 Minuten Bewegung pro Woche mittlerer Intensität oder 75 Minuten mit hoher Intensität sowie zweimal pro Woche muskelkräftigende Übungen. Es kann auch eine entsprechende Kombination aus mittlerer und höherer Intensität sein. Ein mittlerer Anstrengungsgrad ist eine körperliche Aktivität, bei der man noch reden, aber nicht mehr singen kann. Bei höherer Intensität ist kein Gespräch mehr möglich. Erwachsene und ältere Menschen sollten möglichst jede Gelegenheit nutzen, körperlich aktiv zu sein. Nach dem Motto: Jede Bewegung ist besser als keine.

Die Bewegungsempfehlungen wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen von einer interdisziplinären Expertengruppe erstellt. Laut Gesundheitsminister Alois Stöger sind die Bewegungsempfehlungen ein erster Schritt, um der Bewegungsarmut in Österreich gezielt entgegenwirken zu können. Der nächste Schritt sei ein nationaler Aktionsplan Bewegung.

Die Bewegungsempfehlungen können Sie auf der Homepage des Fonds Gesundes Österreich downloaden.

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