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„Angehörigengespräch“ entlastet pflegende Angehörige

Symbolfoto Beratung © zinkevych
Symbolfoto Beratung © zinkevych
14.02.2021

Rund 950.000 pflegende Angehörige betreuen in Österreich ein Familienmitglied zu Hause. Rund zwei Drittel der überwiegend weiblichen pflegenden Angehörigen sind psychisch belastet. Die Umstände der Corona-Pandemie haben diese noch verschärft. Das sogenannte „Angehörigengespräch“ soll die pflegenden Angehörigen unterstützen. Statt zwei sind heuer drei kostenlose Gesprächseinheiten möglich.

Das Angebot wurde bereits 2014 vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz u.a. mit Unterstützung des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen (BÖP) ins Leben gerufen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober betont in einer Aussendung: "Pflegende Angehörige sind das ,Rückrat´ der häuslichen Versorgung hilfebedürftiger Menschen und benötigen daher eine besondere Unterstützung".

Wie komme ich zu einem Angehörigengespräch?

In Anspruch nehmen können dieses Angebot pflegende Angehörige, die unter einer psychischen Belastung leiden und deren Angehörige Pflegegeld beziehen. Das Angehörigengespräch kann kostenlos beim Kompetenzzentrum Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege der Sozialversicherung telefonisch unter der Telefonnummer 05 08 08-2087 oder E-Mail angehoerigengespraech [at] svqspg [dot] at angefordert werden.

Die Beratung wird von Psychologinnen und Psychologen geführt. Derzeit stehen österreichweit 85 Beraterinnen/Berater dafür zur Verfügung. Das Angehörigengespräch kann zu Hause oder auch an einem anderen Ort stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Beratung derzeit auch telefonisch erfolgen. Aufgrund der aktuellen Situation und um die Nachhaltigkeit des Angebots zu steigern, können seit heuer bis zu drei – statt bisher zwei – Gesprächseinheiten kostenlos in Anspruch genommen werden.

Welche Ziele haben Angehörigengespräche?

Im Rahmen dieses vertraulichen Gesprächs werden individuelle Möglichkeiten analysiert und Handlungsoptionen identifiziert. Das Angehörigengespräch verfolgt u.a. folgende Ziele:

  • Psychische und soziale Belastungen zu reduzieren.
  • Den Zugang zu in der Umgebung verfügbaren Unterstützungsangeboten zu erleichtern.
  • Auf die eigene Gesundheit zu achten bzw. diese zu verbessern.
  • Die eigene Lebensqualität zu verbessern.
  • Neue Perspektiven und Sichtweisen zu gewinnen.

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