Patientensicherheit: Sicher behandelt und versorgt
In Österreich wird der „Tag der Patient:innensicherheit“ und die begleitende Aktionswoche von der Plattform Patientensicherheit koordiniert und organisiert. Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in ganz Österreich bieten Informationsveranstaltungen für Gesundheitsberufe, aber auch für Patientinnen und Patienten und Angehörige.
Patientensicherheit bei chronischen Erkrankungen
Nicht-übertragbare und chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes oder chronische Atemwegserkrankungen begleiten viele Menschen oft über Jahre hinweg. Gerade deshalb ist eine sichere, koordinierte und qualitativ hochwertige Versorgung von entscheidender Bedeutung, so die Plattform Patientensicherheit auf ihrer Webseite. „Patient:innensicherheit muss täglich gelebt werden, besonders bei Menschen, die über lange Zeiträume auf das Gesundheitssystem angewiesen sind“, betont Michael Wagner, Präsident der Österreichischen Plattform Patient:innensicherheit.
Wichtige Themen sind zum Beispiel Medikationssicherheit, Händehygiene und aktive Information.
Medikationssicherheit
Viele ältere Patientinnen und Patienten oder Menschen mit chronischen Erkrankungen nehmen häufig mehrere Medikamente ein. Dazu können nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Schmerz- oder Nahrungsergänzungsmittel kommen. Wenn Ärztinnen und Ärzte bei der Verschreibung neuer Medikamente nicht alle eingenommenen Medikamente kennen, steigt das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Bei einer Medikationsanalyse wird abgeklärt, ob Neben- und Wechselwirkungen auftreten können und ob die Medikamente in ihrer Gesamtheit optimal eingestellt sind. Eine Medikationsanalyse wird z.B. von speziell ausgebildeten Apothekerinnen oder Apothekern durchgeführt. Über eine Änderung der Medikation entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Patientinnen und Patienten können selbst wesentlich zur Erhöhung der Behandlungssicherheit beitragen, indem sie Fragen und Unsicherheiten mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen und bewusst mit ihren Medikamenten umgehen.
Richtige Händehygiene
Die hygienische Händedesinfektion ist die einfachste und zugleich effektivste Methode, die Übertragung von Krankheitserregern und Infektionen vorzubeugen. „Im Gesundheitswesen sind die Hände die häufigsten Überträger von Keimen. Patient:innen und Besucher:innen im Krankenhaus können durch konsequente Händehygiene maßgeblich dazu beitragen, sich selbst und andere vor Erregern und Infektionskrankheiten zu schützen“, betont Elisabeth Presterl, Leiterin der Universitätsklinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle von AKH Wien und MedUni Wien.
Fragen stellen und sich informieren
Wer sich bei einem Aufenthalt im Krankenhaus informiert und nachfragt, wenn etwas unklar ist, kann dazu beitragen, Fehler zu vermeiden und die eigene Sicherheit zu erhöhen. Die Plattform Patient:innensicherheit hat dazu verschiedene Patienteninformationen zusammengestellt, u.a. ein Patientenhandbuch für einen sicheren Krankenhausaufenthalt.
Weitere Informationen:
- Tag der Patienten:innensicherheit
- World Patient Safety Day 2026 (WHO)
- Patient:innensicherheit und Patient:inneninformationen (Gesundheitsministerium)
- Krankenhausaufenthalt (Gesundheitsportal)
Letzte Aktualisierung: 16. September 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal