Warum eine Organspende Leben retten kann
„Eine Organspende ist unersetzbar“, erklärt ÖGARI-Präsident Michael Zink. Der Anästhesist und Intensivmediziner ist seit vielen Jahren intensiv im Bereich der Organspende engagiert. „Organe, die unwiederbringlich geschädigt sind – etwa durch schwere Erkrankungen, Infektionen oder Organversagen, können in vielen Fällen ausschließlich durch menschliche Spenderorgane ersetzt werden. Nur so können Leben erhalten und Lebensqualität nachhaltig verbessert werden. Dafür gibt es derzeit keine Alternative.“
Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet ein Spenderorgan nicht nur das Überleben, sondern häufig auch viele weitere Jahre mit deutlich verbesserter Lebensqualität. Gleichzeitig sei die Organspende ein zutiefst menschlicher Akt, der über den Tod hinaus neues Leben ermöglicht, erklärt die ÖGARI in einer Aussendung. Jede einzelne Spende kann mehreren Patientinnen und Patienten eine neue Lebensperspektive eröffnen.
Intensivmedizin: Diagnostik und Begleitung bei einer Organspende
Die Intensivmedizin nimmt im Prozess der Organspende eine zentrale Rolle ein. Nach der eindeutigen und streng geregelten Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls erfolgt eine umfassende medizinische Diagnostik, um die Möglichkeit einer Organspende zu prüfen und die Organfunktion bestmöglich aufrechtzuerhalten. Intensivmediziner:innen arbeiten dabei eng mit speziell geschulten Transplantationsbeauftragten zusammen.
Ein besonders sensibler Teil dieses Prozesses ist die Begleitung der Angehörigen. In ausführlichen Gesprächen werden medizinische Hintergründe verständlich erklärt, Fragen beantwortet und Raum für persönliche Entscheidungen geschaffen.
Verteilung von Organspenden
Die Verteilung von Spenderorganen erfolgt über die internationale Stiftung Eurotransplant, die die Zuteilung in mehreren europäischen Ländern nach klar definierten, medizinischen Kriterien koordiniert. Dringlichkeit, Erfolgsaussichten und Gewebeverträglichkeit stehen dabei im Mittelpunkt.
In Österreich gilt die sogenannte Widerspruchsregelung: Eine Organspende ist grundsätzlich zulässig, sofern zu Lebzeiten kein dokumentierter Widerspruch vorliegt. Die Eintragung in das Widerspruchsregister der Gesundheit Österreich GmbH schafft dabei Klarheit – sowohl für die betroffene Person als auch für Angehörige und Behandlungsteams.
Anstieg der Organtransplantationen im Österreich
2025 wurden in Österreich 733 Organtransplantationen durchgeführt – um 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der realisierten Organspenden deutlich an, während die Zahl der Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten von 848 auf 725 zurückging. Das zeigt der aktuelle Transplant-Jahresbericht des Organisationsbüros für das Transplantationswesen (ÖBIG-Transplant) an der Gesundheit Österreich (GÖG).
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Letzte Aktualisierung: 5. Juni 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal