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Soziale Medien, KI: Digitale Kompetenzen von Jugendlichen unterstützen

10.02.2026

Aktuelle Erhebungen zeigen: Fast alle Jugendliche nutzen KI-Chatbots, oft für persönliche Fragen. Sie verbringen viele Stunden mit dem Smartphone und in sozialen Medien. Das hat manchmal Folgen für ihre Gesundheit. Studien zeigen zudem: Eltern spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um die digitale Kompetenz ihrer Kinder geht: Zum Beispiel durch gute Vorbilder, offene Gespräche und klare Regeln.

Zum Safer Internet Day am 10. Februar präsentierte die Initiative Saferintern.at die Ergebnisse einer Erhebung zur KI-Nutzung von Jugendlichen im Altern von elf bis 17 Jahren. 94 Prozent der Jugendlichen nutzen KI-Chatbots wie ChatGPT,  vor allem für schulische aber auch für persönliche Themen. „KI-Tools sind bei Fragen oft die erste Anlaufstelle für Jugendliche. Gleichzeitig gibt es aber große Wissenslücken, wenig Bewusstsein für Risiken und den Wunsch nach einem besseren Verständnis von KI“, so Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at.

Jugendliche fragen KI regelmäßig um Rat

Nicht nur in der Schule, sondern im gesamten Alltag sind KI-Tools mittlerweile eine gefragte Anlaufstelle: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen (55 %) nutzt KI häufig oder gelegentlich, um sich Informationen und Ratschläge für verschiedene Lebensbereiche zu holen, z.B. zu Freizeitgestaltung, Hobbys, Gesundheit oder Beziehungen. Ein knappes Drittel (31 %) verwendet KI-Tools, um Sorgen oder Probleme zu besprechen. Einem Viertel (26 %) dienen sie zum Stressabbau oder um Ärger loszuwerden.

Chatbots übernehmen ähnliche Aufgaben wie Bezugspersonen

Auffällig sei laut Saverinternet.at die zunehmende Bedeutung von KI im emotionalen und zwischenmenschlichen Bereich. Fast ein Viertel (24 %) der Befragten nutzt KI zumindest manchmal, um freundschaftliche Unterhaltungen zu führen, knapp ein Fünftel (19 %) sogar für romantische Gespräche. Etwa drei von zehn Befragten sind der Meinung, dass KI eine Art Freundin oder Freund sein kann (29 %). Über ein Viertel (26 %) glaubt, dass sich Jugendliche tatsächlich in einen Chatbot verlieben könnten. Das würde zeigen, wie attraktiv Chatbots für junge Menschen sind und welche Bedeutung sie im Alltag der Jugendlichen haben.

Wie Jugendliche Smartphones und Soziale Medien nutzen

71 Prozent der Jugendlichen zwischen elf und 17 Jahren nutzen ihr Smartphone täglich mindesten drei Stunden. 38 Prozent nutzen es sogar mehr als fünf Stunden pro Tag. Rund zehn Prozent der Mädchen und sieben Prozent der Burschen zeigen starke Anzeichen für eine problematische, suchtähnliche Nutzung Sozialer Medien. Diese Daten wurden 2021 und 2022 für eine Untersuchung des Sozialministeriums zur „Nutzung von Smartphones und sozialen Medien durch Jugendliche in Österreich“ erhoben. 

Unbestritten seien die Vorteile und Möglichkeiten, die Smartphones bieten, z.B. Wissenserwerb, Beziehungspflege oder das Training wichtiger Fertigkeiten, betonen die Autoren Rosemarie Felder-Puig und Lukas Teufl im Bericht. Es gibt jedoch immer mehr Studien, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen häufiger Smartphone-Nutzung und gesundheitlichen Problemen aufzeigen. Betroffen sind schon Kinder und Jugendliche. Zu den gesundheitlichen Beschwerden und psychosozialen Problemen zählen z.B. Kopfschmerzen, Augenprobleme, Schwierigkeiten beim Einschlafen, aber auch Angstgefühle und Zukunftssorgen. Häufig werden Soziale Medien auch als Flucht vor negativen Gefühlen genutzt.

Umgang mit Sozialen Medien: Wie Eltern ihre Kinder stärken können

Soziale Medien und Internet-Technologien stellen Eltern vor neue Herausforderungen in der Erziehung. In einer wissenschaftlichen Übersichtsstudie wurde 2025 untersucht, ob und wie Eltern das Nutzungsverhalten ihrer jugendlichen Kinder in sozialen Medien beeinflussen können. Die Ergebnisse basieren auf 27 Studien, die in Europa, in den USA und Asien durchgeführt wurden. 

Das Fazit der Studie erklärt Lukas Teufl, Health Expert von der Gesundheit Österreich GmbH: „Eltern können einen guten Umgang mit sozialen Medien ihrer Kinder unterstützen, indem sie selbst gute Vorbilder sind.“ Es gehe darum, digitale Kompetenzen vorzuleben und zu vermitteln.

Die Übersichtsstudie nennt vier Aspekte in der Erziehung, die einen Einfluss auf das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen haben können – welche Maßnahmen welche Wirkung haben, ist aber nicht immer eindeutig.

  • Vorbildwirkung: Jugendliche übernehmen die von den Eltern vorgelebten Verhaltensweisen. Je länger Eltern selbst soziale Medien nutzen, umso länger tun dies auch ihre Kinder.  
  • Kommunikation und Vermittlung: Jugendliche, deren Eltern sich die Zeit nehmen, mit ihnen über ihr Medienverhalten zu sprechen, gemeinsam in den Medien etwas anzuschauen sowie Wissen über Gefahren und Chancen weiterzugeben, verbringen weniger Zeit auf sozialen Medien als Jugendliche, deren Eltern das nicht tun.
  • Beobachten: In einigen Studien führte eine elterliche Überwachung dazu, dass Jugendliche weniger Zeit auf sozialen Medien verbringen, in anderen Studien wurden jedoch keine Effekte gefunden. Vermutet wird, dass hier zusätzliche Variablen wirken, z.B.: Wie vertraut sind die Eltern mit sozialen Medien? Wie gut kennen und nutzen die Eltern die technischen Möglichkeiten, um die Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu überwachen?
  • Grenzen setzen: Einige Studien fanden heraus, dass Eltern durch das Setzen von Regeln und Grenzen das Nutzungsverhalten ihrer Kinder tatsächlich beschränken konnten. Andere Studien zeigen, dass Jugendliche dann erst recht mehr Zeit auf Sozialen Medien verbrachten. Hier wird vermutet, dass besonders der Zeitpunkt eine wichtige Rolle spielt: Setzen Eltern schon früh und mit Voraussicht Regeln und Grenzen für ihre Kinder, wird eine exzessive Nutzung vorbeugend verhindert. Reagieren Eltern allerdings erst in Phasen der exzessiven Nutzung mit Beschränkungen, führt dies nicht zum gewünschten Ergebnis.

Weitere Informationen:

Quellen: 

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