Gesundheitsgefahr durch gefälschte Arzneimittel
Die von Europol koordinierte „Operation Shield“ wurde zwischen April und November 2025 in 30 Ländern durchgeführt. Sie konzentrierte sich auf gefälschte und verfälschte Medikamente und Medizinprodukte, Anabolika und andere Dopingmittel sowie illegale Nahrungsergänzungsmittel. Die Behörden ermittelten unter anderem bei 43 kriminellen Gruppen, deckten 15 Untergrundlabore und Produktionsstätten auf und schalteten 66 illegale Websites ab. Zudem wurden rund 139.000 illegale Arzneimittelpackungen, mehr als 3,2 Millionen Tabletten und große Mengen an Rohmaterialien, wie Pulver und Flüssigkeiten, sichergestellt.
Gefälschte Abnehm-Medikamente
Derzeit besteht laut Europol ein hohes Gesundheitsrisiko u.a. durch gefälschte Medikamente zur Gewichtsabnahme mit dem eigentlich verschreibungspflichtigen Wirkstoff Semaglutid. Zunehmend werden auch gefälschte Medikamente mit künstlichen Opioiden, wie Nitazenen, illegal angeboten, die zu Vergiftungen oder Überdosierungen führen können.
Kriminelle nutzen Medikamenten-Missbrauch aus
Laut Europol wird der illegale Markt dadurch angetrieben, dass Medikamente missbraucht oder ohne medizinischen Grund eingenommen werden. Diese wachsende Nachfrage nutzen organisierte Netzwerke und kriminelle Gruppen aus. Der zunehmende Online-Handel – insbesondere über unregulierte Websites oder soziale Medien – stellt die zuständigen Behörden vor große Herausforderungen: Digitale Plattformen bieten Anonymität und Reichweite und erschweren die Bekämpfung des Handels mit gefälschten und illegalen Arzneiwaren.
Liste geprüfter Online-Apotheken
In Österreich beschäftigt sich das BASG mit dem Problem, dass auf vermeintlich vertrauenswürdigen Internetseiten illegale und ungeprüfte Arzneimittel verkauft werden. Oftmals soll die Aufmachung der Webseiten den Konsumentinnen und Konsumenten vermitteln, dass es sich um ein seriöses österreichisches Unternehmen handelt. Das BASG hat eine Liste der registrierten und geprüften, österreichischen Online-Apotheken zusammengestellt. Diese erkennt man u.a. an einem Sicherheitslogo.
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Letzte Aktualisierung: 9. März 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal