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Bericht: LGBTIQ+ und Gesundheit 

15.06.2023

Im österreischischen LGBTIQ+-Gesundheitsbericht wurden erstmals Informationen zur gesundheitlichen Situation von LGBTIQ+ Personen zusammengefasst. Der LGBTIQ+-Gesundheitsbericht zeigt: Nach wie vor werden trans- und intergeschlechtliche sowie homo- und bisexuelle Menschen aufgrund ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung benachteiligt. Das hat jedoch große Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen.

Der LGBTIQ+-Gesundheitsbericht wurde am 7.06 von Gesundheitsminister Johannes Rauch und Projektleiterin Sylvia Gaiswinkler von der Gesundheit Österreich GmbH präsentiert. Zu Gesundheitszustand, Diskriminierungserfahrungen, Gesundheitsversorgung und gesundheitsförderlichen Faktoren liegen detaillierte Resultate vor. Besonders das psychische Wohlbefinden von LGBTIQ+-Personen zeigt sich als durch Belastungen beeinträchtigt.

In den Bereichen Diskriminierungserfahrungen und Gesundheitsversorgung lässt sich ein Bedarf an sensibilisiertem und geschultem Gesundheitspersonal sowie der Wunsch nach einer Vielzahl von Maßnahmen für eine adäquate Gesundheitsversorgung von LGBTIQ+-Personen feststellen.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Elf Prozent der Befragten bewerteten ihren Gesundheitszustand als schlecht oder sehr schlecht, 29 Prozent als mittelmäßig. Bei der Gesundheitsbefragung 2019, an der die gesamte Bevölkerung teilnahm, waren es nur durchschnittlich sechs bzw. 19 Prozent.

Besonders häufig leiden LGBTIQ+-Personen unter psychischen Erkrankungen: 53 Prozent hatte eigenen Angaben zufolge in den letzten zwölf Monaten eine Depression. In der Gesamtbevölkerung waren es laut Gesundheitsbefragung 2019 lediglich sechs Prozent. 

Diskriminierung – auch im Gesundheitsbereich

Noch immer sind LGBTIQ+-Personen überdurchschnittlich häufig mit Diskriminierung konfrontiert. Dreiviertel von ihnen führten dies auf ihre sexuelle Orientierung zurück, 61 Prozent auf ihr Geschlecht bzw. ihre Geschlechtsidentität. 54 Prozent berichteten über Diskriminierung im Gesundheitsbereich, etwa durch unangebrachte Kommentare, Beleidigungen oder den Druck, sich einer bestimmten medizinischen oder psychologischen Behandlung zu unterziehen. Aufgrund dieser Erfahrungen gab fast die Hälfte der Befragten an, den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen teilweise zu meiden. Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch betont daher: „Diskriminierung macht krank. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass alle Menschen sich auch trauen, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen“.

Sensibilisierung gegen Diskriminierung

„Wir haben ein hervorragendes Gesundheitssystem. Dass so viele Menschen über diskriminierende Erfahrungen berichten, zeigt dennoch Handlungsbedarf“, betont Rauch in einer Presseaussendung. Personen, die Bedarf an medizinischer Versorgung hätten, müssten vor abwertenden Äußerungen geschützt sein, so Rauch weiter. Zudem zeige die Studie einen deutlichen Bedarf an besseren Informationen für das Gesundheitspersonal.

Für Projektleiterin Sylvia Gaiswinkler ist der LGBTIQ+-Gesundheitsbericht 2022 ein erster Schritt, die Vielfalt sichtbar zu machen. „Mit dem Pride Month erhalten LGBTIQ+-Personen knapp einen Monat lang Sichtbarkeit. Sichtbarkeit, die für das Gesundheitssystem 365 Tage im Jahr wünschenswert wäre“, so Gaiswinkler.

Maßnahmen des Gesundheitsministerium

Auf Basis des Berichts werden nun Maßnahmen zur Sensibilisierung des Gesundheitspersonals und ein Gesundheitsförderungsprogramm konzipiert. Als erste Maßnahme neu erarbeitet wurden bereits die Broschüren „Coming out“ (PDF, 2 MB) und „Vielfalt willkommen heißen“ (PDF, 3 MB). Sie sollen einerseits eine begleitende Unterstützung für LGBTIQ+-Personen sein. Andererseits das Gesundheitspersonal im Umgang mit LGBTIQ+-Patientinnen und Patienten unterstützen. Zusätzlich soll in diesem Jahr noch ein E-Learning-Tool zur Sensibilisierung des Gesundheitspersonals starten.

Mehr Informationen:

Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2023

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

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