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Fall-Kontroll-Studie

Form einer klinischen Studie

Fall-Kontroll-Studien (Case-control-Studien) sind Formen von . Bei diesen Case-controll-Studien wird der Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit einem möglicherweise schädigenden Auslöser und dem Vorliegen einer Erkrankung untersucht. Es werden Patientinnen/Patienten identifiziert, die an einer bestimmten Erkrankung leiden (Fälle, „Cases“). Zum Vergleich werden Personen (Kontrollen, „Controls“) identifiziert, die den Patientinnen/Patienten möglichst ähnlich sind (z.B. bezüglich Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Einnahme anderer Medikamente, Begleiterkrankungen), die Erkrankung jedoch nicht aufweisen. Anschließend wird ermittelt, wie viele der „Cases“ und wie viele der „Controls“ der zu untersuchenden Noxe ausgesetzt (exponiert) waren. Ist der Anteil der Exponierten in der Fall-Gruppe höher als in der Kontroll-Gruppe, besteht wahrscheinlich ein Zusammenhang zwischen der Exposition und Erkrankung.

Oft ist eine Case-Control-Studie die einzige mögliche Art, einen Zusammenhang zwischen einem Risikofaktor und dem daraus resultierenden Schaden nachzuweisen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Krankheit entweder sehr selten auftritt oder die Zeitspanne zwischen der Exposition und dem Auftreten der vermuteten Krankheit lange ist.

Beispiel:

Fragestellung: Besteht ein Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Rauchen?
Cases: Patienten mit Lungenkrebs.
Controls: Personen ohne Lungenkrebs.
In der Studie wird die Anzahl der Raucher (Exposition) und Nichtraucher (keine Exposition) in beiden Gruppen ermittelt. Ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs liegt nahe, wenn der Anteil Raucher in der Gruppe der Lungenkrebserkrankten höher ist als in der Gruppe der Controls.

Tatsächlich ist es so, dass Rauchen der Risikofaktor Nummer eins für Lungenkrebs ist.
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