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Faktor-V-Leiden

häufigste erbliche Blutgerinnungsstörung, bei der es zu einem erhöhten Thromboserisiko kommt  

Faktor-V-Leiden, auch APC-Resistenz (APC steht für aktiviertes Protein C) genannt, bezeichnet die häufigste erbliche Blutgerinnungsstörung mit Thromboseneigung. Dabei tritt eine Mutation im Gen des Gerinnungsfaktors V auf, wodurch das gerinnungshemmende Enzym Protein C nicht mehr wirken kann. Dies führt zu einem erhöhten Risiko, eine Thrombose zu erleiden. Sehr häufig kommt es so zum Beispiel in der Schwangerschaft und während der Einnahme der Anti-Baby-Pille zu vermehrten Thrombosen. Die Diagnose wird durch eine Genuntersuchung im Blut gesichert. Bei bekannter Faktor-V-Leiden-Mutation darf die Anti-Baby-Pille nicht eingenommen werden. Für die Dauer der Schwangerschaft muss eine Thromboseprophylaxe mit dem Gerinnungshemmer Heparin durchgeführt werden. Haben sich bei der oder dem Betroffenen bereits wiederholt Blutgerinnsel gebildet, kann eine mitunter lebenslange Prophylaxe mit einem gerinnungshemmenden Medikament (orale Antikoagulation) notwendig indiziert sein.
Synonyme: APC-Resistenz
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