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Dezeleration

 
Absinken der Herzfrequenz des ungeborenen Kindes in Abhängigkeit von den Wehen

Der Begriff Dezeleration beschreibt in der Geburtshilfe das wehenabhängige Absinken der kindlichen Herzfrequenz. Der Abfall beträgt dabei mindestens 15 bis 20 Schläge pro Minute, gemessen im CTG. Eine Dezeleration wird je nach ihrem zeitlichen Auftreten in Bezug auf den Höhepunkt einer Wehe als frühe, späte oder variable Dezeleration bezeichnet. Eine frühe Dezeleration tritt zeitgleich mit der Wehe auf, eine späte Dezeleration ungefähr 20 bis 90 Sekunden nach dem Höhepunkt der Wehe. Eine variable Dezeleration beschreibt einen kindlichen Herzfrequenzabfall, der bezüglich der Form variabel und zeitlich nicht auf die Wehentätigkeit fixiert ist. Dezelerationen sind in jeder Form Ausdruck einer unzureichenden Sauerstoffzufuhr zum Kind. Während zum Beispiel frühe Dezelerationen oftmals keinen Krankheitswert besitzen, können späte Dezelerationen unter Umständen Hinweise auf mitunter ernsthafte Komplikationen liefern.

Der Begriff Dezeleration bezeichnet zudem im Allgemeinen eine Verlangsamung, Verzögerung oder Geschwindigkeitsabnahme.

 

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