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Chromosomenaberration

Veränderungen in der Struktur oder in der Anzahl der Chromosomen  

Als Chromosomenaberration (Chromosomenstörung) bezeichnet man Abweichungen von der normalen Chromosomenzahl (46) oder der Struktur der Chromosomen. Es handelt sich damit um eine Veränderung des Erbgutes. Die Ursache ist meist eine Störung bei der Reifung der Geschlechtszellen. Insbesondere sind davon die weiblichen Eizellen betroffen, wobei das Risiko von Chromosomenaberrationen mit dem Alter der Mutter steigt. Strukturveränderungen von Chromosomen umfassen unter anderem Störungen ihres Aufbaus und ihrer Zusammensetzung. Ein Beispiel ist der Verlust eines Chromosomenabschnitts. Eine häufige Veränderung der Chromosomenzahl ist die sogenannte Trisomie 21. Dabei liegt in allen Körperzellen das Chromosom Nummer 21 dreifach vor. Von dieser Chromosomenstörung betroffene Kinder überleben normalerweise bis zum Ende der Schwangerschaft, sind jedoch geistig und häufig auch körperlich behindert. Chromosomenaberrationen können aber auch nur einen Teil der Körperzellen betreffen und durch Umweltfaktoren (beispielsweise ionisierende Strahlung oder bestimmte Chemikalien) verursacht werden. Diese Chromosomenstörungen finden sich zum Beispiel in fast allen bösartigen Wucherungen.  
Synonyme: Chromosomenstörung
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