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Amenorrhö

Ausbleiben der Menses (Regel)

Amenorrhö bezeichnet das Ausbleiben der Menstruation (Menses, Regel). Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist dies eine natürliche Erscheinung. Bei krankhafter Amenorrhö unterscheidet man:
Primär bedingte Form: Die Menses setzt gar nicht ein.

Sekundär bedingte Form: Die Menstruation bleibt drei Zykluslängen (Oligomenorrhoe) bzw. länger als drei (bis sechs) Monate nach vorherigem normalen Zyklus (ohne Vorliegen einer Schwangerschaft) aus.
Die Ursachen sind vielfältig und können etwa im Zentralnervensystem liegen. Dabei kann die zentrale Hormonregulation im Gehirn betroffen sein. Selten sind organische Gründe dafür verantwortlich (z.B. Tumor, Entzündung). Aber auch bei Fehlbildungen der Gebärmutter oder anderen Erkrankungen (z.B. der Nebennierenrinde oder der Schilddrüse) sowie bei der Einnahme bestimmter Arzneimittel kann es zu Amenorrhö kommen. Psychosomatische Ursachen sind ebenfalls möglich. Im Kindes- bzw. Jugendlichenalter kann z.B. auch die Magersucht zu Beeinträchtigungen des Hormonhaushaltes und damit zum Ausbleiben der Regelblutung führen. Die Behandlung erfolgt in Abhängigkeit von der Ursache – vor allem mittels Hormonersatztherapie, Stimulation mit Hormonen, Therapie der Grunderkrankung bzw. Psychotherapie.

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