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Telefonische Krankmeldung für COVID-Verdachtsfälle

Kranker Mann mit Handy © Syda Productions
Kranker Mann mit Handy © Syda Productions
01.09.2020

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) verlängert die telefonische Krankmeldung für COVID-19-Verdachtsfälle bis Ende des Jahres 2020. Dadurch sollen Ordinationen und die Gesundheitshotline 1450 entlastet werden, so die ÖGK in einer Aussendung. Für alle anderen Erkrankungen ist ein persönlicher Arztbesuch für eine Krankschreibung notwendig.

Symptome: Voraussetzungen für telefonische Krankmeldung  

Die ÖGK beschreibt folgende Vorgehensweise: Personen mit dem Verdacht einer Coronavirus-Infektion sollten jedenfalls die Gesundheitshotline 1450 kontaktieren. In den meisten Bundesländern wird auch über 1450 eine Testung und behördliche Absonderung – sprich Quarantäne – veranlasst. Bis zur behördlichen Absonderung bzw. bis zum Vorliegen eines Testergebnisses können die Betroffenen in einer Ordination anrufen und nach einer telemedizinischen Abklärung telefonisch krankgeschrieben werden. Voraussetzung ist, dass die Person auch entsprechende Symptome aufweist. Die ÖGK rät, im Zweifelsfall unbedingt 1450 anzurufen, um die Symptome abzuklären.

Hinweis Als Verdachtsfall gilt: Jede Form einer akuten respiratorischen Infektion (mit oder ohne Fieber) mit mindestens einem der folgenden Symptome, für das es keine andere plausible Ursache gibt: Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Katarrh der oberen Atemwege, plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes. Weitere Informationen: Neuartiges Coronavirus (COVID-19) (Gesundheitsministerium).

Wie geht es nach dem Test weiter?

Bei einem positiven Testergebnis greift die behördliche Absonderung jedenfalls rückwirkend: Die Absonderung nach dem Epidemiegesetz ersetzt die Arbeitsunfähigkeitsmeldung.

Bei einem negativen Testergebnis erlischt die Krankschreibung spätestens nach fünf Arbeitstagen. Ist die betroffene Person mit negativem COVID-Test aber weiterhin krank, so ist für die Verlängerung der Krankmeldung ein persönlicher Arztbesuch notwendig.

Mit diesem Vorgehen will die ÖGK sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten, die COVID-19-Symptome zeigen, möglichst unbürokratisch und risikolos eine Krankmeldung erhalten und dafür nicht extra eine Ordination aufsuchen müssen. Für alle anderen Erkrankten gilt dies nicht. Sie sollen weiterhin von einer Ärztin oder einem Arzt persönlich untersucht und krankgeschrieben werden.

Telefonische Arbeitsunfähigkeitsmeldungen bei BVAEB

Auch bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVAEB) können Arbeitsunfähigkeitsmeldungen bis 31.12. 2020 telefonisch erfolgen, wenn der Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung besteht. 

Weitere Informationen:

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