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Sozialer Zusammenhalt stärkt Gesundheit!

Junge und alte Frau zusammen © CameraCraft
Junge und alte Frau zusammen © CameraCraft
17.11.2020

Die 22. Gesundheitsförderungskonferenz des Fonds Gesundes Österreich widmete sich dem Thema „Sozialer Zusammenhalt stärkt Gesundheit“ und wie dieser – besonders in Zeiten der Pandemie-Krise – durch Gesundheitsförderung aktiv mitgestaltet werden kann. Dabei spiel auch der Umgang mit „Epidemie Einsamkeit“ eine wichtige Rolle, so ein Experte. Die Online-Konferenz fand am 16.11.2020 in Kooperation mit dem Gesundheitsfonds Steiermark statt.

Aktuell gibt es große Herausforderungen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, die Covid-19-Pandemie zieht soziale und wirtschaftliche Folgen nach sich.­ Fragen der Solidarität und des Gemeinschaftssinns rücken noch stärker in den Vordergrund.

Rudolf Anschober, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und Präsident des Fonds Gesundes Österreich betonte: „Wir alle brauchen soziale Netzwerke, eine soziale Verbundenheit zueinander, das Gefühl sich aufeinander verlassen und einander Vertrauen zu können, genauso wie sich füreinander verantwortlich zu fühlen. Je stärker und belastbarer diese Dimensionen sind, desto stärker und belastbarer ist auch der soziale Zusammenhalt. In Zeiten der Krise, wie wir sie nun erleben, zeigt sich die Belastbarkeit unserer Gesellschaft.“

Sozialer Zusammenhalt hält gesund

Klaus Ropin, Leiter Fonds Gesundes Österreich, ein Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH, erklärte das Thema der Konferenz mit den Worten: „In Zeiten einer Krise wird vieles in Frage gestellt – vieles, das wir bisher als selbstverständlich empfunden haben, wird nun als besonders wertvoll angesehen. Hier kommt vor allem die soziale Gesundheit ins Spiel. Wir sind Teil eines sozialen Gefüges. Sozialer Zusammenhalt gilt als Wert an sich und als wichtige Voraussetzung für die Gesundheit und die Lebensqualität. Wir wissen mittlerweile, dass Einsamkeit ein direktes Gesundheitsrisiko darstellt.“

Das Gefühl der Einsamkeit

Manfred Spitzer, Psychiater, Universitätsprofessor und Bestsellerautor aus Deutschland, referierte bei der Konferenz zum Thema „Epidemie Einsamkeit – was uns gesund erhält“. Er stellte fest, dass wir uns einsam fühlen können, ohne sozial isoliert zu sein: „Einsamkeit erleben wir immer dann, wenn wir die Erfahrung machen, verlassen zu werden oder gerade verlassen zu sein. Es ist ein subjektives Gefühl, ist grundsätzlich unangenehm und geht mit Verhalten einher, das dem Zustand entgegenwirkt. Im Gegensatz dazu steht die objektive Tatsache der sozialen Isolation. Die „Behandlung“ von Einsamkeit ist keineswegs leicht, denn Einsamkeit wird als stigmatisierend erlebt, weswegen schon das Suchen nach Abhilfe kaum erfolgt.“ 

Gesundheitsförderung kann unterstützen und Rahmenbedingungen schaffen, die helfen, besser mit den Herausforderungen der Krise umzugehen. Der Fonds Gesundes Österreich hat dazu gemeinsam mit Dr. Christian Scharinger, ARGE Unternehmensberatung, einen Praxisleitfaden entwickelt. Der Leitfaden soll dabei helfen, Gesundheitsförderung bei der Krisenbewältigung mit einzubeziehen und sich mit den Entwicklungen und Perspektiven in unterschiedliche Settings auseinanderzusetzen.  

Weitere Informationen:

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