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Skiunfälle: Oft zu schnell unterwegs

Zwei Schifahrer © ARochau
Zwei Schifahrer © ARochau
13.01.2020

Mehr als 25.600 Menschen verletzen sich jährlich bei Skiunfällen schwer. Am häufigsten sind Knochenbrüche und Sehnenverletzungen. Wie eine aktuelle Auswertung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ergab, kostet ein Unfall auf der Piste durchschnittlich 30.800 Euro an Unfallfolgekosten.

Einerseits erklären sich die hohen Kosten dadurch, dass Skifahren nach wie vor ein Breitensport ist, andererseits führen die Verletzungen zu hohen Leistungspotenzialverlusten. 3,2 Millionen Österreicher üben den Skisport gelegentlich und 1,6 Millionen regelmäßig aus. Trotz der vielen Verunfallten gehört, nach den ausübenden Stunden und der Anzahl der Ausübenden betrachtet, moderates Skifahren, bei Verwendung der Schutzausrüstung, nicht zu den risikoreichen Sportarten“, so Ilona Schöppl vom KFV.

Selbstüberschätzung und zu schnell unterwegs

Gebrochene Knochen und Sehnenverletzungen nach Stürzen machen den Großteil der Unfälle aus. Kopfverletzungen sind laut dem KFV aufgrund der hohen Helmtragequote tendenziell rückläufig. Neben Selbstüberschätzung und mangelnder Kondition sind viele Wintersportlerinnen und -sportler mit zu hohen Geschwindigkeiten unterwegs. Bei einem längeren Urlaubsaufenthalt passieren ein Drittel (35 Prozent) der Skiunfälle bereits am ersten Tag. Mehr als 20 Prozent der verunfallten Skifahrerinnen und Skifahrer sind zwischen 45 und 55 Jahre alt.

Im Notfall ist es am besten, den Alpin-Notruf 140 oder den Euro-Notruf 112 zu wählen.

Sicherheitstipps finden Sie unter Skifahren und Snowboarden.

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