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Schulweg üben – Unfälle vermeiden!

Schulkind im Straßenverkehr © U. J. Alexander
Schulkind im Straßenverkehr © U. J. Alexander
14.08.2019

Anfang September sind wieder zehntausende junge Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in die Schule – viele zum ersten Mal! Egal welches Verkehrsmittel sie benutzen: Die Kinder müssen mit den wichtigsten Verkehrs- und Verhaltensregeln im Straßenverkehr vertraut sein, damit sie sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen. Dabei brauchen sie die Unterstützung ihrer Eltern oder anderer Bezugspersonen. Die Tage und Wochen vor dem Schulstart sind ideal, um mit den Kindern den Schulweg zu üben.

Im Jahr 2018 ereigneten sich österreichweit 570 Verkehrsunfälle mit Schulkindern auf ihrem Schulweg. Insgesamt wurden bei den Schulwegunfällen im Vorjahr 610 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren verletzt. Die häufigste Ursache war Unachtsamkeit bzw. Ablenkung.

Wie Sie den Schulweg mit ihren Kindern üben

Um Unfälle am Schulweg zu vermeiden, ist Schulwegtraining und Sensibilisierung gerade bei jungen Schülern unerlässlich, betont der ÖAMTC in einer Aussendung. „Eltern müssen die Herausforderungen für ihre Kinder kennen und darauf eingehen“, sagt Marion Seidenberger, ÖAMTC-Verkehrspsychologin. „Unbedingt erforderlich ist auch die Rücksichtnahme anderer Verkehrsteilnehmer“. Die Tipps der Expertin für einen sicheren Schulweg sind:

  • Schulweg planen: Eltern sollten sich vorab einen optimalen Weg überlegen. Der kürzeste Schulweg ist nicht unbedingt der sicherste. Sofern vorhanden, sollten Sicherheitsumwege über Zebrastreifen oder Ampeln genutzt werden.
  • Volle Konzentration: Training benötigt Zeit, Geduld und die volle Aufmerksamkeit der Eltern für das Kind. Außerdem muss sich die Betreuungsperson ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Auch das Kind sollte sich ganz auf den Schulweg konzentrieren können. Ein Handy gehört am Schulweg in die Schultasche.
  • Realistisch üben: Wo und womit das Kind den Schulweg absolvieren wird – genau so soll geübt werden (z.B. ein Stück zu Fuß, dann mit dem Bus). Das Üben an einem Werktag ist sinnvoller als an einem verkehrsarmen Sonntag. Die gepackte Schultasche darf mit zum Training.
  • Anderes Sichtfeld: Kinder haben aufgrund ihrer Körpergröße noch keinen ausreichenden Überblick. Aufgrund ihres noch eingeschränkten Gesichtsfeldes können Kinder seitlich nahende Gefahren nicht gut „aus den Augenwinkeln“ erkennen: Auch bei grüner Ampel sollten sie daher zur Sicherheit nach links und rechts schauen.
  • Andere Reaktionszeit: Kinder benötigen im Vergleich zum Erwachsenen entwicklungsbedingt etwa die doppelte Zeit zum Reagieren. Zudem sind sie noch leicht ablenkbar und handeln oft Ich-bezogen, Gefahren werden teils nicht richtig erkannt.
  • Klar und kurz: Pro Training sollte ein klares Thema (z.B. Ampelnutzung) kurz und verständlich erklärt werden. Dann gemeinsam einige Male wiederholen, nachfragen und abschließend das Kind mit eigenen Worten wiederholen lassen.

Zum Üben zu Hause

Ein Online-Quiz zum Thema Schulweg und Infos für Groß und Klein finden Sie auf der Webseite des ÖAMTC. 

Zehn wichtige Tipps für einen sicheren Schulweg hat das Verkehrsministerium in einem kurzen Video zusammengefasst. 

Weitere Informationen:

Der sichere Schulweg

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