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Pilotprojekt e-Impfpass ist gestartet

Symbolbild e-Impfpass © thodonal
Symbolbild e-Impfpass © thodonal
10.11.2020

Das Pilotprojekt zur Erprobung des elektronischen Impfpasses (e-Impfpass) startete Ende Oktober 2020 in den öffentlichen Impfstellen in Wien. Danach werden die Länder Niederösterreich und Steiermark folgen. Die Pilotphase umfasst die öffentlichen Impfstellen sowie ausgewählte niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.

Analog zum Papierimpfpass erhält jede Bürgerin und jeder Bürger einen e-Impfpass als Gesundheitsvorsorgeinstrument und kann diesen zukünftig über das ELGA-Portal (Zugang unter www.gesundheit.gv.at mit Handy-Signatur) einsehen.

Abmeldung vom e-Impfpass nicht vorgesehen

Eine Abmeldung vom elektronischen Impfpass hat der Gesetzgeber im öffentlichen Interesse an einer vollständigen Dokumentation nicht vorgesehen. Die Ärzteschaft wird unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zum e-Impfpass haben: Die Landessanitätsdirektionen Wien, Niederösterreich und Steiermark werden Impfungen mittels vollintegrierter Software dokumentieren. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte mit e-card-Anschluss haben die Möglichkeit Impfungen über das e-card-System zu erfassen. Ärztinnen und Ärzte, die über keinen eigenen e-card-Anschluss verfügen, wird eine österreichweite Erfassung der Impfdaten auf mobilen Geräten (Tablets) ermöglicht.

Im Rahmen des Pilotprojekts wird der elektronische Impfpass evaluiert. Danach soll dieser schrittweise in ganz Österreich umgesetzt werden.

Impfregister als Kernstück

Die Impfdaten werden in einem zentralen österreichischen Impfregister gespeichert. Unverzichtbar ist dabei die Einhaltung der strengen Auflagen des Datenschutzes. Die gesetzliche Grundlage für die Verarbeitung der Impfdaten ist mit der Novelle des Gesundheitstelematikgesetzes (GTelG) im Herbst 2020 geregelt worden.
Dadurch wird eine nahezu vollständige und standardisierte Impfdokumentation ermöglicht, wodurch ein Papierimpfpass zukünftig nicht mehr notwendig sein wird. Die im e-Impfpass erfassten Impfungen kann die Bürgerin/der Bürger über das ELGA-Portal (Zugang über www.gesundheit.gv.at mittels Handy-Signatur) einsehen. Durch das Impfregister können epidemiologische Auswertungen wie beispielsweise zuverlässige Durchimpfungsraten sichergestellt werden. Eine weitere Verbesserung des Ausbruchs- und Krisenmanagements kann durch diese Maßnahmen erreicht werden.

Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger

Im Vollausbau des e-Impfpasses erfolgt die Verknüpfung mit dem nationalen österreichischen Impfplan. Dieser wird regelmäßig nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft präzisiert und aktualisiert. Dadurch werden im Vollbetrieb personalisierte Impfempfehlungen über den e-Impfpass möglich. Das bedeutet für Patientinnen und Patienten mehr Service und Komfort. Gleichzeitig erhalten Impfstellen zusätzliche Informationen.

Wertvolle Erkenntnisse für erwartete COVID-19-Impfungen

Schwerpunktmäßig soll der e-Impfpass bei den regionalen Influenza-Impfaktionen der Bundesländer zum Einsatz kommen. Mit der mobilen Datenerfassung werden die Erfassung von Impfungen und die Speicherung im nationalen Impfregister erprobt. Durch die Erfassung dieser Daten im Rahmen der Pilotierung können rechtzeitig wertvolle Erkenntnisse für den im Jahr 2021 erwarteten COVID-19-Impfstoff gewonnen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Impfungen (Gesundheitsportal).

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