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Lebensmittel richtig lagern!

Frau kauft ein ® Sondem
Frau kauft ein ® Sondem
31.03.2020

Nudeln, Konserven und Co.: Aufgrund der aktuellen Situation haben viele Menschen zum Teil größere Mengen an Lebensmitteln als sonst eingekauft. Sogenannte „Hamsterkäufe“ sind aber nicht notwendig, da Lebensmittel in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stehen. Damit bereits gekaufte Lebensmittel auch zu Hause über längere Zeit frisch und genießbar bleiben, kommt es auf die richtige Lagerung an.

Richtige Lagerung beginnt bereits beim Einkaufen

Sind viele Vorräte im Haus, so ist auch die richtige Lagerung wichtig. Denn, was bringt ein großer Lebensmittelvorrat, wenn er falsch gelagert wurde und schnell ungenießbar wird.

Die richtige Lagerung beginnt bereits beim Einkaufen:

  • Verpackung beachten: Eine einwandfreie Verpackung schützt Lebensmittel vor Austrocknung, Geschmacksveränderungen und vorzeitigem Verderb.
  • Kühltasche immer dabei: Empfindliche Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch und Fisch werden am besten bereits auf dem Weg nach Hause mittels Kühltasche gekühlt. Besonders wichtig wird das, wenn die Temperaturen draußen ansteigen.
  • Lebensmittel zu Hause gleich am richtigen Platz verstauen und Kühlschrank richtig einschlichten: So haben Fisch und Fleisch ihren Platz im unteren Bereich des Kühlschranks (dort ist es am kältesten). Milch und Joghurt werden darüber eingeschlichtet. Käse, Butter, Eier und gekochte Speisen gehören in die oberste Ablage. Angebrochene Getränke, Marmeladen, Dressings und Soßen kommen in den mittleren Teil oder in die Kühlschranktür. Obst und Gemüse, welches gekühlt werden sollte (z.B. Beerenobst, Brokkoli, Radieschen, Karotten) kommen in das Gemüsefach.

Einfrieren – aber richtig

Durch das Einfrieren von Lebensmitteln können diese über mehrere Monate ohne große Geschmackseinbußen aufbewahrt werden. Folgendes ist u.a. zu beachten:

  • Obst und Gemüse vor dem Einfrieren putzen, waschen, eventuell schälen, entkernen und zerkleinern. Durch das Blanchieren der Lebensmittel bleiben Vitamine und Farbe möglichst gut erhalten.
  • Portionsweise einfrieren (z.B. Brot in Scheiben) und luftdicht verpacken.
  • Gefriergut mit Inhalt und Datum versehen, da auch eingefrorene Speisen nicht unbegrenzt haltbar sind.
  • Milchprodukte, Eier sowie wasserhaltige Gemüsesorten (z.B. Gurken, Tomaten, rohe Kartoffeln) sind nicht zum Einfrieren geeignet.

Trockenlager im Überblick behalten

Über längere Zeit haltbare Lebensmittel (z.B. Mehl, Salz, Zucker, Nudeln, Reis) können in Speisekammern oder Vorratsschränken gelagert werden. Um vorzeitigen Verderb zu vermeiden, etwa durch Schädlinge, ist Folgendes zu beachten:

  • Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Zudem sollte es trocken und dunkel sein.
  • Alte Vorräte zuerst aufbrauchen und neue Waren nach hinten ins Regal schlichten (Mindesthaltbarkeitsdatum beachten).
  • Angebrochene Packungen halten in dicht verschließbaren Behältern (z.B. aus Glas oder Kunststoff) länger.
  • Eingekochte Produkte wie Marmelade mit Inhalt und Datum beschriften.

So bleibt Mineralwasser länger frisch

Mineralwasser ist original verpackt, nahezu unbegrenzt haltbar. Es sollte an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert werden. Hersteller geben bei Mineralwasser in Glasflaschen eine längere Haltbarkeit an als bei Mineralwasser in PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat). Der Grund: PET-Flaschen sind nicht so dicht wie Glasflaschen, wodurch Kohlensäure entweichen kann. Zudem kann bei falscher Lagerung von PET-Flaschen, etwa in der prallen Sonne oder im Auto, die organische Verbindung Acetaldehyd aus der Flasche in das Wasser übergehen. Acetaldehyd entsteht bei der Produktion von PET-Flaschen. Dies ist zwar gesundheitlich unbedenklich, führt aber zu unerwünschtem Geruch und Geschmack.

Mindesthaltbarkeitsdatum versus Verbrauchsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) („mindestens haltbar bis …“) gibt den Zeitpunkt an, bis zu dem ein Lebensmittel seine typischen Eigenschaften (z.B. Geruch, Geschmack, Nährstoffgehalt und Aussehen) behält. Voraussetzung ist, dass das Lebensmittel ungeöffnet bleibt und richtig gelagert wird. Wer sich nicht sicher ist, ob ein Lebensmittel nach Ablauf des MHD’s noch „gut“ ist, der testet mit seinen Sinnen. (Sieht das Lebensmittel aus wie immer? Riecht und schmeckt es so wie immer?)

Hat sich Schimmel auf einem Lebensmittel gebildet oder hat sich der Deckel einer Konserve gewölbt (Bombage), dürfen diese auf keinen Fall mehr gegessen werden.

Im Unterschied zum MHD zeigt das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis …“) an, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel gegessen werden sollte. Nach Ablauf dieses Datums können sich krankheitserregende Keime im Lebensmittel bilden. Es ist daher nach Ablauf dieses Datums nicht mehr zum Verzehr geeignet. Hierzu zählen etwa vorgeschnittene Salate und faschiertes Fleisch.

Weitere Informationen finden Sie unter:

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