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Leitfaden: Home-Office gesund gestalten

Frau macht Dehnübung im Homeoffice © Halfpoint
Frau macht Dehnübung im Homeoffice © Halfpoint
11.05.2022

Die COVID-19-Pandemie löste einen Umbruch in der Arbeitswelt aus. In vielen Unternehmen begann ein rasantes Umdenken in Richtung „Arbeiten von zuhause“. Studien belegen positive, aber auch negative Auswirkungen der Arbeit im Home-Office auf die körperliche, geistige und soziale Gesundheit. Der neue Leitfaden des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) unterstützt Betriebe und Beschäftigte, gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen für das Arbeiten im Home-Office zu überlegen und umzusetzen. 

Know-how für Entscheidungsträger und Beschäftigte

Was ist wichtig, um im Home-Office gesund zu bleiben? Welche Rolle spielen die Gestaltung des Arbeitsraums, die Arbeitsorganisation, das Führungsverhalten oder die sozialen Kompetenzen der Beschäftigten? Was sind die richtigen Arbeitsmittel? Welche gesetzlichen Regelungen gibt es? Der Leitfaden liefert Antworten auf der Grundlage wissenschaftlicher Evidenz. Eine zentrale Aussage: Die bewusste und gesundheitsorientierte Gestaltung des Arbeitsplatzes im Home-Office ist für die Erhaltung der Gesundheit unverzichtbar.

Beispiele aus dem Leitfaden 

Arbeits- und Pausengestaltung

Beschäftigen im Home-Office fällt es oft schwer, Pausen- und Ruhezeiten einzuhalten. Im Sinne der Gesundheitsförderung können Mitarbeiter:innen ihre Arbeitszeiten im Home-Office flexibler gestalten. Wichtig ist, Aufzeichnungen über die tägliche Arbeitszeit zu führen. Fällt die Zeiterfassung weg, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben schneller. Die Wahrscheinlichkeit steigt, in der Freizeit zu arbeiten oder trotz Krankheit zu arbeiten.

Gesunde Arbeitsraumgestaltung

Arbeitstisch und -sessel, Lichtverhältnisse, Raumklima, Bildschirme und Laptop etc. sollten bestimmte Anforderung erfüllen. Der Leitfaden informiert darüber.

Erreichbarkeiten

Sinnvoll sind Vereinbarungen, wie außerhalb der Normalarbeitszeit mit der Erreichbarkeit umgegangen wird und über welche Medien kommuniziert wird. Auch Regelungen, wie schnell Mitarbeiter:innen auf E-Mails reagieren sollen und wann sie am Telefon erreichbar sein sollen, werden fixiert.

Abgrenzung

Damit das Arbeiten von zuhause aus nicht als zusätzliche Belastung empfunden wird, sollten Arbeit und Freizeit voneinander abgegrenzt werden. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Meeting-Kultur

Empfohlen wird, Meetings analog, virtuell oder hybrid durchzuführen. Kommunikationsstrukturen sollten so eingesetzt werden, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Büro und im Home-Office einfach möglich ist. Die sozialen Kontakte, der Wissensaustausch, der Teamgeist und das Vertrauen werden dadurch aufrechterhalten.

Checklisten und Tools

Um als Betrieb bewerten zu können, wie gut die Bedingungen für ein gesundheitsförderliches Arbeiten im Home-Office im eigenen Arbeitsumfeld bereits sind, wird ein Selbstcheck zur Verfügung gestellt. Zusätzlich enthält der Leitfaden eine Liste von Checklisten und e-Learning-Tools.

Weitere Informationen:


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