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Corona: Unfälle vermeiden – Ressourcen schonen

Person auf instabilem Hocker © complize | M.Martins
Person auf instabilem Hocker © complize | M.Martins
03.04.2020

Um dringend benötigte Kapazitäten von Krankenhäusern und Einsatzkräften zu schonen, sind wir alle mehr denn je dazu aufgefordert, persönliche Risiken zu minimieren und Unfälle zu vermeiden. Das gilt sowohl für Tätigkeiten zu Hause, im Garten, in der Natur oder auch im Straßenverkehr.

Die Corona-Krise stellt viele von uns vor noch nie dagewesene Herausforderungen. So stoßen vor allem Personen aus dem Gesundheitswesen tagtäglich an ihre persönlichen Grenzen. Jede und jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten, Überlastung zu vermeiden bzw. für Entlastung in Österreichs Spitälern zu sorgen.

Auf sich selbst achtgeben

Was jede/r Einzelne tun kann, um das Gesundheitspersonal zu entlasten, ist, neben der Selbstisolation u.a. sein persönliches Unfallrisiko bewusst so gering wie möglich zu halten. Damit können dringend benötigte Kapazitäten von Spitälern, Ärztinnen/Ärzten, Pflegepersonal und Einsatzkräften geschont werden.  

Mehr Unfälle trotz Ausgangsbeschränkungen

Wie dringend der Aufruf zu mehr Vorsicht ist, zeigen die jüngsten Entwicklungen in puncto Unfallhäufigkeit. Im Zuge der Ausgangsbeschränkungen ist die Anzahl der schweren Unfälle gestiegen, besonders an wärmeren Tagen. Das berichten Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Krankenhäusern in Österreich. Besonders häufig wurden zuletzt schwere Unfälle bei Handwerkstätigkeiten, Forstarbeiten, bei der Gartenarbeit und auch beim Radfahren verzeichnet. Vor allem unter Radfahrerinnen und Radfahrern kam es vermehrt zu Verletzungen, die durch das Tragen eines Helmes verhindert werden könnten.

„Wir appellieren dringend an alle Menschen, sich gerade in der derzeitigen Situation vor der Ausübung gewisser Tätigkeiten bewusst mit dem damit verbundenen Verletzungsrisiko auseinanderzusetzen“, betont das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Wer etwa bereits lange Zeit keine handwerklichen Tätigkeiten, Gartenarbeiten etc. ausgeübt hat, sollte sich in der aktuellen Situation selbst fragen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, mit dem Wiedereinstieg zu beginnen. Zudem ist das Tragen von geeigneter Schutzausrüstung sehr wichtig, betont das KFV.

Tipps zur Reduktion des Unfallrisikos

  • Risiko abschätzen und im Zweifelsfall lieber verzichten: Gerade jetzt sollten Unfälle unbedingt verhindert werden. Mit diesem Wissen gilt es, sich vor der Ausübung gewisser Tätigkeiten mit dem damit verbundenen Risiko auseinanderzusetzen. Auch die eigenen Vorkenntnisse und Voraussetzungen sollten realistisch eingeschätzt werden. Im Zweifelsfall gilt: Lieber auf die Ausübung verzichten.
  • Geeignete Schutzausrüstung verwenden: Das Tragen geeigneter Schutzkleidung beeinflusst die Unfallschwere wesentlich. So können z.B. durch das Tragen eines Helmes beim Radfahren schwere Kopfverletzungen reduziert/verhindert werden.
  • Vermeiden Sie Multi-Tasking und behalten Sie den Fokus: Der Großteil der Unfälle ist auf Ablenkung und Unachtsamkeit zurückzuführen.
  • Potenzielle Stolperfallen im Haushalt entfernen: Hierzu zählt etwa das Entfernen herumliegender Kabel.
  • Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr: So gilt es etwa, riskante Überholmanöver zu vermeiden! Nur so kann die Verkehrssicherheit weiter gewährleistet werden. 

Weitere Informationen unter:

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