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Neue Broschüre: Augengesundheit & Diabetes

Mann verwendet Augentropfen © apopops
14.05.2018

Jedes Jahr erblinden in Österreich rund 200 Menschen als Folge des Diabetes mellitus. Die Vereinigung der österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte weist auf die steigende Zahl an Augenerkrankungen durch Diabetes hin. Wichtig für die Gesundheit der Augen von Menschen mit Diabetes sind die jährlich empfohlenen Augenuntersuchungen. Jedoch nur ein Teil der Betroffen nimmt diese wahr. Die neue Broschüre „Augengesundheit & Diabetes“ informiert in leicht verständlicher Sprache, wie die frühzeitige Diagnose und Behandlung diabetischer Augenerkrankungen das Sehvermögen erhalten und verbessern kann.

Die Patientenbroschüre „Augengesundheit & Diabetes“ wurde vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) herausgegeben und in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft, das ist die Vereinigung der österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte, konzipiert. Ziel der Broschüre sei es, möglichst viele Menschen zu sensibilisieren und zu informieren, so Andreas Wedrich, Präsident der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG).

„In Österreich leben rund 600.000 Menschen mit Diabetes mellitus. Die meisten Betroffenen stehen mitten im Berufsleben und sind durch eine Sehbeeinträchtigung aufgrund von Diabetes in ihrer Erwerbstätigkeit und Lebensqualität massiv eingeschränkt. Diese Sehverschlechterung kann aber verhindert und behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird“, sagt Wedrich, der selbst an der Broschüre mitgearbeitet hat. 

Warnzeichen beachten

Neun von zehn Personen mit Typ-1 Diabetes und mehr als die Hälfte der Personen mit Typ-2-Diabetes leiden nach längerer Erkrankung unter diabetischen Netzhautveränderungen (diabetische Retinopathie). Die Betroffenen bemerken im Anfangsstadium einer diabetischen Retinopathie meist nichts davon. Erste Warnzeichen sind:
•    verzerrtes oder verschwommenes Sehen,
•    plötzliche Sehverschlechterung, v.a. beim Nahsehen und
•    „schwimmende Flecken“ im Sehfeld.

Unbehandelter Diabetes kann außerdem früh zu grauem Star führen. Manche Diabetikerinnen und Diabetiker entwickeln zudem als Spätfolge eine Augendruckerhöhung (Glaukom).

Risikofaktoren für Diabetes und diabetischen Augenschäden, die von den Betroffenen beeinflusst werden können, sind:
•    Erhöhter Blutdruck,
•    erhöhter Blutzuckerspiegel,
•    erhöhte Cholesterinwerte,
•    Übergewicht,
•    Bewegungsmangel und
•    Rauchen.

Warum Früherkennung so wichtig ist

Je früher eine diabetische Netzhauterkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Diabetikerinnen und Diabetiker sollten ihre Augen daher zumindest einmal jährlich beim der niedergelassenen Augenärzt/beim niedergelassenen Augenarzt kontrollieren lassen. Um Gefäßveränderungen der Netzhaut oder eine Schwellung der Netzhautmitte zu behandeln, stehen viele neue Medikamente zur Verfügung. Neue internationale Studien würden laut ÖOG zeigen, dass es in vielen Fällen zur bisher häufig verwendeten Laserbehandlung der Netzhaut auch eine medikamentöse Behandlungsalternative gibt. Diese schont das Netzhautgewebe und ermöglicht es, ein scharfes Sehen über Jahre zu erhalten.

Die neue kostenlose Broschüre „Augengesundheit & Diabetes“ liegt bei Augenärztinnen/Augenärzten auf und kann online über das Broschürenservice des BMASGK bestellt werden: Broschüren Hotline +43 1 71100 - 86 25 25 oder per E-Mail: broschuerenservice [at] sozialministerium [dot] at

Weitere Informationen: 

Diabetes

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