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Beikost-Empfehlungen: Baby beginnt zu essen

Baby wird gefüttert © bernardbodo
Baby wird gefüttert © bernardbodo
08.04.2022

Ein spannender Moment für Eltern ist, wann das Baby das erste Mal feste Nahrung bekommt. Die Milchmahlzeiten werden nun mehr und mehr durch die sogenannte Beikost ersetzt. Das kann mache Frage aufwerfen.

Die österreichischen Beikost-Empfehlungen geben Hilfe und Anleitung wie es am besten geht. Erst kürzlich wurden die Empfehlungen erweitert und aktualisiert.

Die österreichischen Beikost-Empfehlungen von „Richtig essen von Anfang an“ (REVAN) geben nicht nur Fachpersonal Auskunft für die Beratung von Eltern und Bezugspersonen. Die Empfehlungen werden auch in laiengerechter Weise für Eltern und Bezugspersonen auf der Website Richtig essen von Anfang an angeboten. Erstmals 2010 erschienen, wurden die Empfehlungen nun von Expertinnen und Experten nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand aktualisiert und erweitert.

Die Beikost-Empfehlungen geben unter anderem Auskunft über das richtige Alter für den Beikost-Beginn, geeignete und ungeeignete Lebensmittel, die optimale Tageszeit der ersten Beikost-Gabe und wann zusätzlich Getränke gegeben werden sollen. Zudem erfährt man Interessantes über Geschmacksprägung und den Energie- und Nährstoffbedarf des Säuglings.

Wann soll man mit Beikost beginnen?

Mit dem Zufüttern von Beikost anfangen sollte man laut den Empfehlungen um das 6. Lebensmonat. Es hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab, wann der optimale Zeitpunkt ist. Es sollte nicht vor dem Alter von 17 Wochen und nicht später als mit 26 Wochen begonnen werden.

Vegane Ernährung: Nichts für Babies

Dringend abgeraten wird von einer ausschließlich pflanzlichen Kost, also veganer Ernährung im Säuglingsalter. Mit dem gänzlichen Verzicht auf tierische Lebensmittel erhöht sich das Risiko für Nährstoffdefizite und damit das Risiko für Gesundheitsstörungen. Einige Nährstoffe, die insbesondere im Wachstum wichtig sind, kommen in pflanzlichen Lebensmitteln nicht oder in geringer Menge vor bzw. sind schlechter verwertbar für den Körper.

Quetschies: Kein Ersatz für Obst

So praktisch sie auch sind, insbesondere wenn man mit Kindern unterwegs ist. Doch: Quetschbeutel mit Obst- und Gemüsezubereitungen - kurz: Quetschies - dürfen nicht mit einem Stück Frischobst oder -gemüse gleichgesetzt werden. In den Beikost-Empfehlungen wird darauf hingewiesen, dass die häufige Gabe von Quetschies bei Babies das Erlernen von Essfertigkeiten verzögert und das Risiko einer Überfütterung erhöht. Beikost soll mit dem Löffel gefüttert oder vom Kind selbst mit den Händen gegessen werden. Wenn schon Quetschies, dann Produkte ohne Zuckerzusatz und den Inhalt mit dem Löffel füttern, so die Expertinnen und Experten von „Richtig essen von Anfang an“.

Die österreichischen Beikost-Empfehlungen wurden im Rahmen der Initiative „Richtig essen von Anfang an“ (REVAN) im Jahr 2010 erstellt und 2022 überarbeitet und aktualisiert. REVAN ist ein Programm zur Gesundheitsförderung für Schwangere, Stillende und Kinder bis zehn Jahre. 

REVAN wird in einer Kooperation zwischen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und dem Dachverband der österreichischen Sozialversicherungen angeboten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

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