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Impflücken bei Masern

Bub mit Fieberthermometer und Teddy © Ioanna Zielinska
12.09.2016

„Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind sehr ansteckend und können für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben“, warnt Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

Die Masern-Durchimpfungsrate ist in Österreich aber nicht zufriedenstellend. Deshalb setzt das Gesundheitsministerium seine Informationsoffensive zur MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln) fort. Durch eine hohe Durchimpfungsrate könnten die Masern ausgerottet werden.

Kinder rechtzeitig impfen

Derzeit werden viele Kinder in Österreich zu spät geimpft. Die MMR-Impfung wird Kindern ab dem 11. Lebensmonat empfohlen. Die Impfung besteht aus zwei Teilimpfungen. Die zweite Teilimpfung sollte ehestmöglich, frühestens jedoch vier Wochen nach der ersten Teilimpfung erfolgen. Generell ist die Immunität gegen Masern in der Gesamtbevölkerung weitgehend hoch. Dies ist bei älteren Erwachsenen aufgrund einer Erkrankung im Kindesalter der Fall oder bei Kindern aufgrund von Impfungen.

Impflücken bei Kindern und jungen Erwachsenen

Noch gar nicht geimpft sind derzeit laut einer Information des Gesundheitsministeriums über sechs Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen – das sind rund 20.000 Kinder. Und rund zehn Prozent aller geimpften Kinder – rund 76.000 Kleinkinder und Schulkinder – sind noch kein zweites Mal geimpft.

Impflücken gibt es außerdem bei zwei Gruppen: Bei den Geburtsjahrgängen 2008 bis 2010 und bei jungen Erwachsenen, die in den 1990er-Jahren geboren wurden. Damals wurden die Impfungen vom Volksschulalter auf das Kleinkindalter umgestellt. Derzeit ist ein Drittel der 15- bis 30-Jährigen – das sind mehr als 500.000 Menschen – noch kein zweites Mal geimpft.

Fehlende MMR-Impfungen kostenlos nachholen

Fehlende MMR-Impfungen können in jedem Alter nachgeholt werden. Die Impfung ist für alle Menschen in Österreich bei den Impfstellen ihres Bundeslandes kostenfrei zu bekommen. Die Kosten für die Impfungen werden vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, den Sozialversicherungsträgern und den Ländern getragen.

Weitere Informationen:

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