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Bärlauch-Sammeln mit Vorsicht!

Bärlauch © Dušan Zidar
24.03.2016

Bärlauch ist als frisches, schmackhaftes Frühlingskraut in der Küche beliebt. An vielen Orten sprießen die grünen Blätter schon seit einigen Wochen kräftig. Doch Achtung, beim Pflücken ist Vorsicht geboten: Bärlauch hat einige giftige Doppelgänger! 

Die AGES empfiehlt auch, die Blätter vor dem Essen gründlich zu waschen. Sie könnten mit Eiern des Fuchsbandwurms verunreinigt sein!

Schmackhaftes Küchenkraut

Bärlauch kommt in Laub- und Auwäldern an feuchten Standorten vor. Die Blätter wachsen – je nach Witterung und Höhenlage – in den Monaten März und April in dichten Büscheln aus dem Boden. Sie besitzen einen dünnen, dreikantigen Blattstiel und eine lindgrüne Blattfläche. Sie ist auf der Oberseite glänzend und auf der Unterseite matt. Besonders beim Zerreiben riecht ein Bärlauchblatt nach Knoblauch.

Bärlauch ist vielseitig in der Küche einsetzbar. Frisch und roh verzehrt, kommt sein Aroma am Stärksten zur Entfaltung und die Vitamine bleiben erhalten. Neben viel Vitamin C enthalten Blätter die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen. Mit Bärlauch lassen sich z.B. Aufstriche, Pesto oder Salate verfeinern.

Vorsicht beim Sammeln!

Der Bärlauch kann beim Sammeln mit giftigen Pflanzen, wie Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Aronstab oder giftigen Gartentulpen verwechselt werden. Laut AGES kommt es jeden Frühling zu Vergiftungsfällen, die manchmal auch tödlich enden.

Bärlauchblätter können auch mit Fuchsbandwurm-Eiern verunreinigt sein. Die winzigen Eier sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Sie überleben Tiefkühltemperaturen von minus 18 Grad Celsius und werden erst bei Temperaturen um plus 60 Grad abgetötet. Deshalb empfiehlt die AGES, Bärlauchblätter vor dem Verzehr oder dem Einfrieren einzeln und gründlich unter heißem Wasser zu waschen.

Weitere Informationen: 

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