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Weihrauch: heilsames Harz

Weihrauch © PhotoSG
21.12.2015

Den Geruch von Weihrauch kennen viele von kirchlichen Feiern. In der Antike wurde das Harz des Weihrauchbaumes nicht nur als Räucherstoff, sondern auch als Heilmittel hoch gehandelt. Weihrauch, Myrrhe und Gold sind als wertvolle Gaben der drei Weisen aus dem Morgenland an das Jesuskind überliefert – und allen drei Stoffen wurde eine heilsame Wirkung zugeschrieben.
Medizin-Transparent untersuchte nun die Evidenz zur Wirksamkeit von Weihrauchpräparaten bei verschiedenen Beschwerden. Das Ergebnis: Bei Arthrosen im Knie kann Weihrauch helfen.

Uraltes Heilmittel

Das kostbare Harz wurde schon vor Tausenden Jahren unter anderem im alten Ägypten und in der indischen Ayurveda-Medizin als Heilmittel eingesetzt. Dem Weihrauch wurde aufgrund der Erfahrungen eine desinfizierende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben.

Heute gilt Weihrauch als Naturheilmittel. Weihrauchpräparate werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, sie sind in Österreich aber nicht als Arzneimittel zugelassen. Wirkstoffe sind die im Harz enthaltenen Boswelliasäuren.

Linderung bei Arthrose

Medizin-Transparent untersuchte die wissenschaftliche Studienlage zu den positiven Wirkungen von Weihrauch auf die Gesundheit. Demnach zeigen klinische Studien, dass Weihrauchextrakte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bei altersbedingter Abnützung (Arthrose) der Kniegelenke geringfügig lindern können.

Wirksamkeit bei anderen Erkrankungen unklar

Für andere Beschwerden wie Asthma, rheumatische Beschwerden und seltene chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder mikroskopische Colitis ist die Wirkung von Weihrauch nur unzureichend erforscht, die Studienergebnisse sind zu wenig aussagekräftig.

Laut Medizin-Transparent sind ernste Nebenwirkungen durch das Schlucken von Weihrauchkapseln nicht zu erwarten. In einigen Fällen berichteten Studienteilnehmer/innen allerdings von Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Sodbrennen. Die Sicherheit von Weihrauchpräparaten in der Schwangerschaft ist nur unzureichend untersucht.

So wird Weihrauch gewonnen

Der strauchartige Weihrauchbaum (Boswellia) wächst in Trockengebieten in Ostafrika, Arabien (Boswellia sacra) und Indien (Boswellia serrata). Weihrauchharz (Olibanum) wird aus den Bäumen in mehreren Erntevorgängen gewonnen und getrocknet. Die erste Ernte weist geringe Qualität auf, die Harzstücke sind bräunlich. Sie werden meist zum Verräuchern verwendet. Hochwertiges Weihrauchharz hat eine helle, fast weiße Farbe.

Weitere Informationen: 

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