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Hohes Sparpotenzial durch Generika

Medikamente © grafikplusfoto
16.03.2015

Durch den Einsatz von Generika statt teurer Originalmedikamente könnten die Krankenversicherungen viele Millionen Euro einsparen. Dies ergab eine Studie des Zentrums für Medizinische Statistik, Informatik und Intelligente Systeme (CeMSIIS) der MedUni Wien in Kooperation mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Die Studie ergab auch, dass sich die Preisunterschiede zwischen bestimmten Generika und Originalpräparaten seit 2009 sogar noch vergrößerten.  

Generika sind Medikamente, die nach Ablauf des Patentschutzes eines Originalmedikamentes als wirkstoffgleiche Nachfolgeprodukte von anderen Pharmafirmen verkauft werden dürfen. Generika müssen die gleiche therapeutische Wirksamkeit wie das Original nachweisen, sie werden aber meist preisgünstiger angeboten.

18 Prozent Einsparungspotenzial

In der breit angelegten Untersuchung der MedUni Wien wurden drei Medikamentengruppen für weit verbreitete Erkrankungen herangezogen: Mittel gegen Bluthochdruck, gegen Fettstoffwechselerkrankung und gegen Diabetes mellitus. Insgesamt gaben die Krankenversicherungen im Jahr 2012 nur für diese drei Erkrankungsgruppen 400,2 Millionen Euro an Medikamentenkosten aus. Laut den Berechnungen des CeMSIIS hätte der Ersatz der Medikamente durch billigere Generika insgesamt um 72,2 Millionen Euro weniger gekostet. Das ergibt ein Einsparungspotenzial von durchschnittlich 18 Prozent.

Die Studie untersuchte auch die Entwicklung der Preisunterschiede von 2009 bis 2012. Bei den Medikamenten gegen Bluthochdruck stieg der Preisunterschied von 15,2 auf 22,6 Prozent und bei den Lipid-senkenden Mitteln sogar von 9,2 auf 20,5 Prozent. Nur bei den Diabetes-Medikamenten ging das Sparpotenzial von 5,6 auf 4,4 Prozent zurück.

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