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Aktionsplan „Frauengesundheit“: Austausch gefragt

Drei Generationen Frauen © Monkey business
01.09.2015

Mit dem „Aktionsplan Frauengesundheit“ starteten das Gesundheitsministerium und das Bundesministerium für Bildung und Frauen ein gemeinsames Projekt, das eine frauenspezifische Gesundheitsförderung und Prävention sowie eine gendersensible Krankenversorgung forcieren soll.

Anlässlich einer Pressekonferenz Ende August präsentierten Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erste Ergebnisse und Ziele für den Aktionsplan Frauengesundheit. Auf Basis des Zwischenberichts, der die Ergebnisse der intensiven Arbeit in den Arbeitsgruppen festhält, startete nun auch eine Konsultationsphase.

Zwischenbericht mit 40 Maßnahmen

„Die Arbeitsgruppen haben in den letzten Monaten intensiv gearbeitet und einen umfangreichen Zwischenbericht mit 40 Maßnahmen für die Gesundheit von Frauen in Österreich vorgelegt. Jetzt laden wir die breite Fachöffentlichkeit herzlich ein, sich zu beteiligen“, so die beiden Ministerinnen, die durch den kooperativen Prozess auch den Grundstein für ein lebendiges nationales Netzwerk Frauengesundheit legen wollen. Expertinnen und Experten haben zehn entsprechende Maßnahmen für folgende Lebensphasen erarbeitet:

  • „Mädchen & jungen Frauen“,
  • „Frauen im Erwerbsalter“ sowie
  • „ältere Frauen“.

Darüber hinaus sind arbeitsgruppenübergreifend weitere Maßnahmen entstanden, die für Frauen in jeder Lebensphase relevant sind.

Sensibilisierung aller Stakeholder

„Gesundheit und Krankheit, aber auch der Zugang zum Gesundheitssystem, werden wesentlich von sozialen Faktoren bestimmt. Geschlechtsunterschiede, Alter, Familien- und Lebensform, ethnische Zugehörigkeit, Bildung und soziale Schicht spielen dabei eine entscheidende Rolle. Deswegen ist es uns so wichtig hier nicht nur Frauen, sondern alle Stakeholder im Gesundheitsbereich zu sensibilisieren“, so Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

Als eine der Maßnahmen hob Oberhauser hervor, „Institutionen und Leistungen barrierefrei zu gestalten“. Positive Ansätze seien hier das Gesundheitslotsenprojekt MiMi (Mit MigrantInnen für MigrantInnen) sowie Video- und Telefon-Dolmetschdienste im Gesundheitssystem. Auch soll künftig der Genderaspekt bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung gewährleistet werden.

„Selbstbestimmung von Frauen ist für mich in allen Lebensbereichen zentral – auch wenn es um die Gesundheit geht. Ein negatives Körperbild kann physische und psychische Erkrankungen zur Folge haben. Hier gegenzusteuern und besonders junge Frauen dabei zu unterstützen, ein positives und gesundes Selbstbild zu entwickeln, ist eines der Ziele, die mir besonders am Herzen liegen“, so Heinisch-Hosek, die darauf verweist, das Frauengesundheit als Querschnittsmaterie betrachtet werden muss.

„Konsultationsphase“ bis Mitte Oktober

Der Entwurf des Aktionsplans Frauengesundheit kann ab sofort bis 13. Oktober 2015 von einer breiteren Fachöffentlichkeit geprüft und kommentiert werden. Eingeladen zum Feedback sind alle Organisationen, Vereine, Institutionen und Interessenvertretungen sowie Einzelpersonen, die mit ihren Aktivitäten die Umsetzung des Aktionsplans entscheidend beeinflussen können.

Hinweis Stellungnahmen und Feedback entweder per E-Mail an frauengesundheit [at] goeg [dot] at oder über das Online-Konsultationsverfahren (ab 9. September 2015).

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
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