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Was ist neu 2015?

2015 © vege
30.12.2014

Welche neuen Regelungen, Angebote und Programme bringt das Jahr 2015 im Gesundheitswesen? Das Gesundheitsministerium erstellte eine Vorschau über Neuerungen und Arbeitsschwerpunkte in den Ressortbereichen. Die wichtigsten Punkte für Bürgerinnen/Bürger und Patientinnen/Patienten zusammengefasst:

Arzneimittel – Bezug über das Internet

Um den legalen Bezug von Arzneimitteln über das Internet sicherer zu machen, wurden im Arzneimittelgesetz in Umsetzung der „EU-Fälschungsrichtlinie“ entsprechende Regelungen erlassen. Die Bestimmungen über die Abgabe von Humanarzneispezialitäten durch Fernabsatz innerhalb Österreichs treten am 25. Juni 2015 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist der Versand von Humanarzneispezialitäten innerhalb Österreichs durch öffentliche Apotheken zulässig.

Der Umstand, dass künftig in Österreich nur öffentliche Apotheken unter Einhaltung strenger Qualitätsvorgaben und ausschließlich rezeptfreie Arzneimittel im Fernabsatz abgeben dürfen, ist ein noch besserer Schutz vor Arzneimittelfälschungen und gewährleistet eine höhere Arzneimittelsicherheit. Weitere Informationen: Medikamente aus dem Internet.

Ernährung

Neue Broschüren, die über die Website des Gesundheitsministeriums bereits erhältlich sind oder demnächst erscheinen werden, beschreiben gesunde Ernährung für verschiedene Zielgruppen. Beispiele sind:

  • Ernährungsempfehlungen für ein- bis dreijährige Kinder
  • Elternbroschüre „Jetzt ess ich mit den Großen“
  • Handlungsempfehlungen für die Ernährung älterer Menschen in Einrichtungen 
  • Neue Stillbroschüre

Die vom Gesundheitsministerium koordinierte Initiative „Richtig Essen von Anfang an“ (REVAN) wird 2015 durch die Bundesländer und Gebietskrankenkassen weitergeführt und bietet u.a.

  • gratis Workshops zur Ernährung von Schwangeren
  • gratis Workshops zur Beikost 
  • gratis Workshops zur Ernährung Ein bis Dreijähriger

Was ist die gesündere Wahl bei Lebensmitteln und Getränken? Zwei Projekte haben die Verbesserung der Ernährungskompetenz zum Ziel:

  • Kriterien für eine Auslobung der gesünderen Wahl am Point of Sale werden auf Wunsch der Arbeitsgruppe Gesundheitskompetenz der Rahmen-Gesundheitsziele erstellt. Sie bauen auf den Ergebnissen einer Forschungsarbeit zu bestehenden Symbolkennzeichnungsmodellen auf.
  • „Die gute Wahl“ in der Schule: Ernährungskompetenz als Teil der Gesundheitskompetenz schließt Ernährungswissen und das leichte Erkennen von gesundheitsförderlichen Lebensmitteln ein. Die Maßnahme baut auf den Strukturen der Initiative „Unser Schulbuffet“ auf und soll ein Symbolkennzeichnungsmodell identifizieren, das Kindern und Jugendlichen hilft, Ernährungswissen aufzubauen und ein gesundes Ess- und Trinkverhalten in der Schule konkret umzusetzen.
  • Unser Schulbuffet: Die 2011 gestartete erfolgreiche Initiative wird weiterentwickelt. Ziel ist, neue Kooperationspartner zu finden, damit möglichst alle Kinder und Jugendlichen von einem gesundheitsförderlichen Buffet an ihrer Schule profitieren.

e-Health

Das öffentliche Gesundheitsportal www.gesundheit.gv.at wird aufgrund der Fülle an Informationen und Services, die es mittlerweile bietet, neugestaltet. Dadurch wird das Gesundheitsportal auch mit mobilen Endgeräten benutzerfreundlicher.

Die e-Medikation ist eine der wichtigsten Anwendungen, die die ELGA-Infrastruktur nützt. Von ihr werden neben einer deutlichen Verbesserung der Patientinnen- und Patientensicherheit auch spürbare ökonomische Effekte erwartet. Die Erprobung im Pilotbetrieb wurde abgeschlossen. Anhand der dabei gewonnenen Erkenntnisse soll die Anwendung in Bezug auf Benutzungsfreundlichkeit und Funktionalität adaptiert und für einen österreich-weiten Vollbetrieb vorbereitet werden.

Für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung werden die Rechtsgrundlagen weiterentwickelt und Verbesserungen im Bereich der Interoperabilität angestrebt.

Eine leicht zugängliche Beratung und Hilfestellung für die Inanspruchnahme von Leistungen der Gesundheitsversorgung soll in Österreich angeboten werden. Derartige Beratungsangebote wurden bereits in anderen europäischen Ländern erfolgreich umgesetzt. Die 2014 begonnenen Konzeptionsarbeiten für ein telefon- und webgestütztes Beratungsangebot (TEWEB) werden fortgesetzt.

Krebsrahmenprogramm

Im Oktober 2014 wurde das nationale Krebsrahmenprogramm veröffentlicht. Es versteht sich als strategisches Papier mit Empfehlungscharakter und gibt einen Überblick über die wichtigsten Handlungsfelder – von der Prävention, der Diagnostik und der Behandlung über die Forschung bis hin zur Psychoonkologie und Palliativversorgung – und soll in den kommenden fünf bis zehn Jahren schrittweise umgesetzt werden.

Weitere Informationen:

Was ist neu 2015? Neuregelungen, Daten & Fakten

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