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Bierdose als Grillutensil ungeeignet

Hähnchen am Grill © Robert Cocquyt
14.08.2014

Jede Grillsaison wartet mit neuen Rezepten und Ideen auf. So ist das Grillen eines Hähnchens auf einer Bierdose, kurz: Bierdosen-Hähnchen, ein aktueller Trend. Das Verdampfen des Bieres soll dem Hähnchen ein spezielles Aroma und Saftigkeit verleihen. Doch Vorsicht: Aus Expertensicht wird von dieser Art der Zubereitung abgeraten.

Druck- und Lackstoffe belasten Grillfleisch


Beim Grillen mit der Bierdose kommt das Huhn direkt mit der Außenseite der Bierdose in Kontakt. Unter den hohen Temperaturen und der Anwesenheit von Fett herrschen Bedingungen, die grundsätzlich Stoffübergänge aus Materialien in Lebensmittel begünstigen. So können sich möglicherweise Zersetzungsprodukte aus den Bestandteilen der Druckfarben sowie der Lackbeschichtung der Dose bilden und ins Grillgut übergehen.

Bei der Bedruckung der Außenseite einer Getränkedose können Substanzen in den Druckfarben verwendet werden, für die es keine gesundheitliche Bewertung in Hinblick auf ihren Übergang auf das Lebensmittel gibt, da sie in ihrer vorhergesehenen Verwendung nicht mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Geeignete Hähnchengriller verwenden


Insgesamt wird aus fachlicher Sicht von der Verwendung von Bierdosen beim Grillen und Braten abgeraten, da es zum Übertritt von möglicherweise gesundheitsschädlichen Stoffen in das Grill- und Bratgut kommen kann.

Wer trotzdem auf das „Bier-Hähnchen“ nicht verzichten möchte, kann als Alternative auf sogenannte „Hähnchengriller“ zurückgreifen. Diese bestehen aus unbedruckten, geeigneten Materialien wie z.B. Edelstahl und werden selbst mit Flüssigkeit befüllt.

Hinweis Grillwaren am Rost sollten auch nicht direkt mit Bier übergossen werden. Dabei können sich krebserregende Stoffe wie z.B. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bilden.

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