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Organtransplantationen steigen weiter leicht

Organspende in Kühlbox © Dan Race
25.06.2014

2013 wurden in Österreich insgesamt 762 Organtransplantationen durchgeführt, das entspricht einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (747 Transplantationen). Die Anzahl der in Österreich verstorbenen Organspenderinnen/Organspender ging hingegen, so wie schon 2012, leicht zurück. So betrug die Spenderrate 2013 22,1 Personen pro Million Einwohner (2012: 22,5 Spenderinnen/Spender).

Dies zeigt der aktuelle Transplant-Jahresbericht, der jährlich von der Gesundheit Österreich GmbH im Auftrag des Gesundheitsministeriums veröffentlicht wird. Im Detail weist der Bericht einen leichten Anstieg bei den Herz- und Lungentransplantationen aus. Die Versorgung mit Lungenorganen ist aufgrund gut etablierter internationaler Kooperationen stabil hoch geblieben.

Gute Versorgungslage

Die österreichische Versorgungslage wird im internationalen Vergleich insgesamt nach wie vor als gut bezeichnet. Trotzdem versterben immer noch Menschen, die auf den Organwartelisten stehen und keine Chance auf eine Transplantation erhalten. Ende Dezember 2013 warteten knapp 1.000 Personen auf ein Transplantat.
Die durchschnittliche Wartezeit ist von Organ zu Organ verschieden:

  • Niere: 41,5 Monate
  • Herz: 3,6 Monate
  • Lunge: 3,4 Monate
  • Leber: 4 Monate
Stammzellenspende: Suchdauer bleibt konstant 

Im Jahr 2013 waren insgesamt über 62.000 Stammzellspender im nationalen Stammzellregister eingetragen. Durch die internationale Vernetzung mit anderen Registern stehen derzeit weltweit knapp 24 Millionen Stammzellspenderinnen und -spender zur Verfügung. Für rund 80 Prozent aller österreichischen Patientinnen und Patienten kann ein Fremdspender gefunden werden. Die durchschnittliche Suchdauer bis zur Identifizierung einer passenden nichtverwandten Spendeperson ist in den letzten Jahren annähernd konstant geblieben und lag im Jahr 2013 bei 40 Tagen.

Weitere Informationen:
Transplant-Jahresbericht 2013 (Gesundheit Österreich)

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