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Richtige Skibrille beugt Skiunfällen vor

Junge Frau mit Skibrille © Jonas Glaubitz
17.02.2014

Glitzernder Schnee, strahlender Sonnenschein: Für ungetrübtes, sicheres Skivergnügen ist gute Sicht das Um und Auf. Die richtige Skibrille hilft, den Überblick zu bewahren und Gefahren zu erkennen. Und sie schützt die Augen vor schädlicher UV-Strahlung.

Die AUVA macht darauf aufmerksam: Skibrillen sind nicht für alle Wetterverhältnisse geeignet. Um beim Skifahren optimal sehen zu können, ist die Lichtdurchlässigkeit der Brillenscheibe entscheidend. Bei bedecktem Himmel, Nebel oder Schneefall muss die Brille viel Licht durchlassen, da die Lichtverhältnisse ohnehin schlecht sind. Eine gelbe, orange oder rote Farbtönung unterstützt Kontraste und wirkt aufhellend.

Tipp Ob eine Schlechtwetterbrille die Sicht verbessert, lässt sich leicht testen. Man setzt die Brille auf und schaut in eine dunkle Ecke. Dann sollte man mit Brille besser sehen als ohne.

Gute Sicht bei jedem Wetter

Wechseln die Lichtverhältnisse, ist es günstig, die Brillen bzw. Brillenscheiben zu tauschen. Bei der Kaufentscheidung hilft, auf Produktnormen zu achten. Skibrillen sind nach EN 174 normiert, die Lichtdurchlässigkeit ist in fünf Kategorien (Sicherheitsstufen) eingeteilt. Sie geben an, wie viel Prozent des Lichtes durch die Scheibe dringt:

  • S0: 80 bis 100 Prozent Lichtdurchlässigkeit, bei bedecktem Wetter, Nebel, Regen, Schneefall
  • S1: 43 bis 80 Prozent Lichtdurchlässigkeit, bei bedecktem Wetter, Nebel, Regen, Schneefall
  • S2: 18 bis 34 Prozent Lichtdurchlässigkeit, bei bewölktem Wetter
  • S3: 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, wolkenlos bis heiter
  • S4: 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit, wolkenlos bis heiter, für lichtempfindliche Personen

Schutz vor UV-Strahlung

Wichtig bei Skibrillen ist aber nicht nur eine gute Sicht, sondern auch der Schutz der Augen vor schädlicher ultravioletter (UV-)Strahlung. Auch bei trübem Wetter dringt UV-Licht durch die Wolkendecke. Der Schnee reflektiert das Sonnenlicht, dadurch gelangt mehr Licht ins Auge. Normale Sonnenbrillen bieten oft kaum Schutz vor seitlicher Einstrahlung. Zu viel UV-Strahlung kann schon nach einigen Stunden ohne UV-Schutz zu Entzündungen der Netz- und Hornhaut führen. Das CE-Zeichen ist ein Hinweis, dass die Skibrille die grundlegenden EU-Sicherheitsforderungen erfüllt.

Weitere Sicherheitsmerkale

Wichtig sind ein guter Sitz der Brille, auch wenn man einen Helm trägt, und eine Anti-Beschlag-Beschichtung der Brillenscheiben, die das Anlaufen vermeidet. Brillen mit Doppelscheiben bieten einen besonderen Schutz vor Augenverletzungen.

Weitere Informationen:
Skibrillen für Jugendliche (www.konsument.at)

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