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Weltnichtrauchertag: Jüngere Generationen schützen

Mädchen lehnt Zigarette ab @ Smeilov
Mädchen lehnt Zigarette ab @ Smeilov
29.05.2020

Der diesjährige Weltnichtrauchertag am 31. Mai steht im Zeichen des Schutzes der Jugend. Die weltweite Kampagne der WHO fokussiert darauf, aufzuzeigen, wie junge Menschen befähigt werden können, verantwortlich mit der Gesundheit umzugehen und Tabak abzulehnen.

Aus Anlass der Corona-Pandemie wird oft die Frage gestellt, ob Rauchen ein zusätzlicher Risikofaktor für Covid-19 sein kann. Die wissenschaftlichen Hinweise dafür mehren sich, obwohl noch mehr Forschung zu den Zusammenhängen zwischen Tabakkonsum und Covid-19 notwendig ist.

Laut Österreichischer Gesellschaft für Pneumologie gilt als gesichert, dass aktive Raucherinnen und Raucher, die an Covid-19 erkranken, ein weitaus größeres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit Komplikationen aufweisen, als Nichtraucher oder ehemalige Raucherinnen/Raucher. Auch aus diesem Grund empfehlen die Expertinnen und Experten, mit dem Rauchen aufzuhören. 

Rauchende Jugendliche – Einfluss der Tabakindustrie

Viele Menschen rauchen täglich. Und: Viele Raucherinnen und Raucher beginnen in jugendlichem Alter mit dem Rauchen. Ein früher Beginn des Rauchens, ist mit einem großen gesundheitlichen Risiko für Kinder und Jugendliche verbunden. Negative Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens sind bekannt. Einmal abhängig, fällt das Aufhören oft sehr schwer. 

Die Gründe für den Beginn des Rauchens sind vielfältig. So spielt etwa das familiäre Umfeld sowie der Freundeskreis eine Rolle, aber auch die Tabakindustrie – unter anderem mit Marketing-Maßnahmen auf dem Online-Markt und Influencern in sozialen Medien. Zunehmend rücken E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte in den Fokus.

Schutz der Jugend in allen gesellschaftlichen Bereichen

Der „Schutz der Jugend vor Manipulationen durch die Tabakindustrie und Bewahrung der Jugend vor Tabak- und Nikotinkonsum“ ist ein wesentliches Augenmerk des Weltnichtrauchertages. Zum Schutz soll noch mehr getan werden. Kampagnen und Interventionen, die alle gesellschaftlichen Bereiche betreffen, sollen dabei helfen, junge Menschen umfassend und gezielt zu schützen und eine tabakfreie Zukunft zu ermöglichen.

In der EU gilt unter anderem ein Verkaufsverbot von Menthol-Zigaretten ab 20. Mai 2020. 

Coronavirus und Rauchen

Aus gesundheitlicher Sicht spricht vieles für einen Rauchstopp, z.B. hinsichtlich der Schädigung der Atemwege, Lungenkrebs oder COPD. Raucherinnen und Raucher müssen unter anderem damit rechnen, anfälliger für Infektionen der Atemwege zu sein. Auch schwere Verläufe können vorkommen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die an bestimmten Lungenerkrankungen leiden. Personen mit bestimmten Lungenkrankheiten zählen zur Covid-19-Risikogruppe. Raucherinnen und Raucher werden zudem hinsichtlich eventueller schwerer Verläufe einer SARS-CoV-2-Infektion genannt. Im Zuge eines Krankheitsverlaufes kann unter anderem die Lunge geschädigt werden.

Raucherinnen und Raucher sollten auf jeden Fall die Schutzmaßnahmen besonders beherzigen, um sich vor einer Covid-19-Infektion zu schützen.

Weitere Infos zu Tabak, Abhängigkeit und Rauchstopp:

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