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Vergiftung: Richtiges Vorgehen im Notfall

Bei Vergiftungsverdacht ist rasches Handeln wichtig. Je nachdem, in welchem gesundheitlichen Zustand sich der bzw. die Betroffene befindet, sind unterschiedliche Schritte erforderlich. Es gibt aber auch Erste-Hilfe-Maßnahmen, die nicht nur unwirksam, sondern sogar gefährlich sind.

Hier finden Sie eine schrittweise Anleitung, wie Sie helfen können.

Die/der Betroffene hat keine oder nur leichte Beschwerden

  • Bewahren Sie Ruhe!
  • Bei Hautkontakt mit einer eventuell giftigen Substanz: die betroffene Stelle sofort mit Wasser spülen, getränkte Kleidung ausziehen.
  • Bei Augenkontakt mit einer eventuell giftigen Substanz: sofort mit Wasser spülen, mindestens zehn bis15 Minuten lang.
  • Bei Verschlucken einer eventuell giftigen Substanz: Mundhöhle reinigen (ausspülen bzw. auswischen). Ein bis zwei Schlucke Wasser nachtrinken lassen.

Achtung

Niemals Erbrechen auslösen! Dabei besteht die Gefahr, dass das Erbrochene in die Lunge gelangt (Aspiration).

Danach so rasch wie möglich die VERGIFTUNGSINFORMATIONSZENTRALE 01 406 43 43 anrufen.

Folgende Informationen sind wichtig für die Beratung:

  • Was: möglichst genaue Bezeichnung der Substanz bzw. des Produkts.
  • Wieviel: möglichst genaue Mengenangabe.
  • Wer: Alter, Gewicht, Geschlecht, Zustand der betroffenen Person.
  • Wann: Zeitpunkt des Geschehens.
  • Wo: Ort des Geschehens.
  • Wie: Verschlucken, Einatmen, Hautkontakt etc.
  • Warum: versehentlich oder absichtlich.

Danach befolgen Sie die Anweisungen der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter am Telefon.

Die/der Betroffene zeigt Anzeichen akuter Lebensgefahr

Beim Auftreten akut bedrohlicher Zustände wie Bewusstlosigkeit, Atemstillstand oder Kreislaufstillstand: umgehend lebensrettende Maßnahmen treffen und Notruf - Rettung 144 - wählen:

Achtung

Bei jeder Erste-Hilfe-Leistung hat der Eigenschutz immer oberste Priorität! Besonders bei inhalativen Vergiftungen (z.B. Kohlenmonoxid) ist die Ersthelferin/der Ersthelfer einer großen Selbstgefährdung ausgesetzt. Das beste Erste-Hilfe-Wissen nützt nichts, wenn man selbst zu Schaden kommt! Bei zu großer Eigengefahr rufen Sie die Hilfskräfte wie Feuerwehr (122), Rettung (144) oder Polizei (133).

Danach führen Sie einen Notfallcheck durch und beginnen, wenn nötig, mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Eine schrittweise Anleitung nach internationalen Empfehlungen finden Sie unter: Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Video: Vergiftungen bei Kindern 

In fast jedem Haushalt besteht es ein gewisses Vergiftungsrisiko für Kinder: Insbesondere Haushaltschemikalien, aber auch Medikamente, oder Knopfzellen-Batterien stellen dabei eine große Gefahr für Kinder dar. Werden sie verschluckt, ist ein schnelles und richtiges Handeln gefragt. Eine Expertin der Vergiftungsinformationszentrale erklärt in einem Video, welche Produkte für Kinder eine echte Gefahr darstellen, was im Notfall zu tun ist und welche Vorsorgemaßnahmen Erziehungsberechtigte treffen können.

Video: (https://www.youtube.com/watch?v=ZEfa_bzXBl4)

  • Andresen, H.; et al.: Liquid Ecstasy – ein relevantes Drogenproblem; Deutsches Ärzteblatt; Jg. 105; Heft 36; 5. September 2008. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.aerzteblatt.de
  • Austria Codex 2026
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2026): Drogen. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.sozialministerium.at
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (2024): Steirische Käferbohne. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.bmluk.gv.at
  • Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V.: Pilze sammeln & Vergiftungen. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.dgfm-ev.de
  • Informationszentrale gegen Vergiftungen des Zentrum für Kinderheilkunde Universitätsklinikum Bonn: Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.gizbonn.de
  • Kuratorium für Verkehrssicherheit: Vorsicht giftig! Jährlich rund 800 Kinder-Vergiftungsfälle; Presseaussendung 25.01.2017. Online abgerufen im April Jänner 2026 unter www.kfv.at
  • Müller, D.; Desel, H. (2013): Ursachen, Diagnostik und Therapie häufiger Vergiftungen; Deutsches Ärzteblatt; Jg. 110; Heft 41; 11. Oktober 2013. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.aerzteblatt.de
  • Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) (2025): Bärlauch. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.ages.at
  • Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) (2025): Marillenkerne/Blausäure. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.ages.at
  • Österreichische Apothekerkammer, Österreichisches Bildungswerk, Salzburger Bildungswerk (Hrsg.): Informationsbroschüre „Giftpflanzen - Ein Begleiter für Eltern und Interessierte“. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.salzburgerbildungswerk.at
  • Österreichische Mykologische Gesellschaft: Online abgerufen im Jänner 2026 unter myk.univie.ac.at
  • www.univie.ac.at
  • Österreichisches Rotes Kreuz: Strukturierte Erste Hilfe Tipps von A bis Z. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.roteskreuz.at
  • Sucht- und Drogenkoordination Wien: Broschüre: Was ist zu tun im Drogennotfall? Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.sdw.wien
  • Tox Info Suisse: Giftinfo & Prävention. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.toxinfo.ch
  • Vergiftungsinformationszentrale: Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.goeg.at
  • Vergiftungsinformationszentrale (2023): ViZ-Vergiftungsprävention 2023 - Knopfzellenbatterie. Online abgerufen im Jänner 2026 unter www.goeg.at

Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026

Erstellt durch: Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)

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