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Vortiele durch die neue Primärversorgung ©vervievas
Vortiele durch die neue Primärversorgung ©vervievas

Was bringt die neue Primärversorgung?

Aufgrund der Entwicklungen im Gesundheitsbereich empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die moderne Gesundheitswissenschaft den europäischen Staaten mehr auf Primärversorgung zu setzen. Bund, Länder und Sozialversicherung haben sich auf den Ausbau der Primärversorgung geeinigt und 200 Millionen Euro dafür zweckgewidmet. Das ist gut so, denndie Primärversorgung bringt Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten sowie Gemeinden nur Vorteile.. In Österreich wird die Primärversorgung in Zukunft daher so aussehen: Ein multiprofessionelles Team von Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern, diplomiertem Pflegepersonal sowie andere Gesundheits- und Sozialberufen kümmern sich – wohnortnah, niederschwellig und zeitlich flexibel – um die Patientinnen und Patienten.

Vorteile für Patientinnen und Patienten im Überblick

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  • Längere und flexiblere Öffnungszeiten (abends und auch am Wochenende)
  • Nahe am Wohnort
  • Gesundheitsversorgung durch vernetzte  und multiprofessionelle Teams
  • Weniger doppelte Wege und Befunde
  • Kürzere Wartezeiten
  • Mehr spezialisierte Angebote (z.B. Diabetikerschulungen, Ernährungsberatung, psychosoziale Unterstützung)
  • Mehr Leistungen in der Gesundheitsförderung und Prävention

Vorteile für multiprofessionelle Teams im Überblick

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  • Aufwertung der Rolle der Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner
  • Mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten
  • Bessere Work-Life-Balance durch geregelte Arbeitszeiten und Teamwork in Primärversorgungseinheiten (Zentren oder Netzwerken)
  • Familienfreundliche Arbeitszeiten
  • Moderne Arbeitsbedingungen
  • Möglichkeit zum Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen
  • Bessere Abstimmung bei der Urlaubsplanung
  • Mehr Möglichkeiten für Teilzeit
  • Möglichkeit der Anschubfinanzierung durch öffentliche Mittel bei Gründung einer Primärversorungseinheit 

Vorteile für die Gemeinde/die Stadt/die Region im Überblick:

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  • Transparente und nachhaltige Planung der Gesundheitsversorgung in den Regionen
  • Bessere Berücksichtigung der Bedürfnisse in den Regionen
  • Bessere Verschränkung der verschiedenen Gesundheitsangebote
  • Absicherung der allgemeinmedizinischen Versorgung in den Gemeinden
  • Erhöhung und Sicherstellung der Lebensqualität in den Regionen

Fallbeispiele

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Frau F., 80, Diabetikerin

Frau F. ist 80 Jahre alt, leidet an Diabetes und ist nicht mehr so gut zu Fuß. Frau F. wird auch in Zukunft eine Hausärztin/einen Hausarzt ganz in ihrer Nähe haben. Neu ist: Neben der Ärztin/dem Arzt gibt es im Primärversorgungsteam auch eine Ernährungsberaterin und  Frau F. kann sich mit Fragen zur Ernährung bei Diabetes ohne großen Aufwand und ohne zusätzliche Kosten beraten lassen. Aber auch die regelmäßige Versorgung ihrer Füße sowie die Erinnerung an wichtige Behandlungen über die Terminfunktion tragen dazu bei, dass Frau F. im Alltag besser mit ihrer Diabeteserkrankung zurechtkommt.

Ihr Vorteil: umfassend betreut, wohnortnah, bequem.

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Herr S., 35, gesundheitsbewusst

Herr S. ist 35 Jahre alt und spielt gerne Fußball – manchmal übertreibt er damit auch ein wenig. Beim wöchentlichen Spiel mit seinen Freunden hat er sich schon öfter verletzt, zudem überlegt er mit dem Rauchen aufzuhören. Im Primärversorgungsteam gibt es neben der Hausärztin/dem Hausarzt auch eine Physiotherapeutin. An sie kann sich Herr S. unkompliziert wenden, wenn Beschwerden auftreten oder er Fragen hat – und das auch abends nach der Arbeit. Zusätzlich bietet das Primärversorgungsteam Informationsabende an, bei denen es etwa um richtige Ernährung oder ein rauchfreies Leben geht. Denn Prävention und Gesundheitsförderung sind ein zentraler Aspekt der Primärversorgung in Österreich.

Sein Vorteil:  unterstützend, informativ, begleitend

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Familie K., 2 Kinder

Die ganze Familie wird umfassend betreut. Denn im Primärversorgungsteam arbeitet auch ein Kinderarzt, der sich den Problemen der Kleinen widmet. Es wird auch eine Stillberatung angeboten, die die Mutter mit dem Baby besuchen kann, während der Vater mit der älteren Tochter abklären lässt, ob die Mittelohrentzündung gut abgeheilt ist. Bereits während der Schwangerschaft konnte die Familie bei Unsicherheiten und Fragen von der Hebammenberatung profitieren. So sind Groß und Klein gut versorgt.

Deren Vorteil: rasch, integriert und unkompliziert.

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Frau Dr.in M., Allgemeinmedizinerin

Frau Dr.in M. ist Allgemeinmedizinerin am Land und jeden Tag rund um die Uhr im Einsatz für ihre Patientinnen und Patienten. Abends macht sie Hausbesuche; Urlaubsvertretungen für ihre Ordination zu finden, ist schwierig. In Zukunft arbeitet Dr.in M. in einem Primärversorgungsteam. Sie kann sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen beraten und hat eine Vertretung, wenn sie selbst einmal krank ist oder Urlaub macht. Sie kann sich ihre Arbeitszeit flexibler einteilen und auch einmal ein bisschen kürzer treten, wenn sie Erholung braucht. Auch für die Familie bleibt mehr Zeit, denn durch die Teamarbeit hat sie endlich familienfreundlichere Arbeitszeiten.  

Ihr Vorteil: vernetzt, Teamarbeit und familienfreundlich. 

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Frau Z., Bürgermeisterin

Frau Z. ist Bürgermeisterin einer kleinen Gemeinde. Der Hausarzt wird in ein paar Jahren in Pension gehen und Frau Z. macht sich Sorgen über die Zeit danach. Damit die Versorgung auch in Zukunft sichergestellt ist  wird ein Primärversorgungsnetzwerk aufgebaut.. Durch die Arbeit im Team mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ist eine Stelle in einem solchen Netzwerk besonders für junge Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner interessant, die zuvor im Rahmen der praxisbezogenen Ausbildung Erfahrungen gesammelt haben.  Die Arbeit im Team und die Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen (z.B. Therapeutinnen und  Therapeuten, Pflegefachkräften)  stellen nicht nur sicher, dass es weiterhin eine wohnortnahe, allgemeinmedizinische Versorgung gibt, sondern ermöglichen sogar ein umfassenderes, gesundheitliches Leistungsangebot für die Gemeinde.  

Ihr Vorteil: sichert Versorgung, mehr Service, verlässlich. 

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