Retikulozyten sind junge, frisch im Knochenmark gebildete rote Blutkörperchen (Erythrozyten) im Blut. Die Menge der Retikulozyten im peripheren Blut gibt Aufschlüsse darüber, ob im Knochenmark genügend rote Blutkörperchen gebildet werden.
Retikulozyten sind junge, frisch im Knochenmark gebildete Erythrozyten im Blut. Die Bestimmung der Retikulozyten im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.
Die Retikulozyten-Bestimmung ist aber eine Spezialuntersuchung, die im Labor gesondert angefordert werden muss. Die Retikulozyten-Bestimmung kann entweder durch das Blutbild-Analysegerät erfolgen (das hängt vom Gerätetyp ab). Eine andere Möglichkeit besteht in der manuellen Retikulozyten-Zählung.
Dazu wird Blut auf einem Objektträger (Glasplättchen) ausgestrichen, speziell gefärbt, und unter dem Mikroskop wird schließlich der Anteil der Retikulozyten bezogen auf die Gesamtzahl der roten Blutkörperchen ausgezählt.
Die Menge der Retikulozyten gibt Aufschlüsse darüber, ob im Knochenmark genügend rote Blutkörperchen gebildet werden.
Der Retikulozyten-Wert wird meist bei der Abklärung einer Blutarmut (Anämie) bestimmt.
Die Höhe des Retikulozyten-Wertes erlaubt Rückschlüsse auf die Funktion des Knochenmarks (der Bildungsort der roten Blutkörperchen).
Ein erhöhter Retikulozyten-Wert findet sich beispielsweise
Ein erniedrigter Retikulozyten-Wert findet sich beispielsweise
Eine Anämie (Blutarmut) ist eine Verminderung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Blut und/oder des Anteils der Erythrozyten am Gesamtvolumen (Hämatokrit) des Blutes.
Bei schweren Formen der Blutarmut kann unter Umständen die Versorgung der Gewebe des Körpers mit Sauerstoff gefährdet sein. Besonders anfällig für einen Sauerstoffmangel ist dabei das Herz. Dementsprechend sind insbesondere herzkranke Menschen bei einer Anämie besonders gefährdet.
Die Ursachen einer Anämie sind vielfältig:
Weitere Infos zu Anämie.
LOINC: 4679-7
| Männer bis 18 Jahre | Männer über 18 Jahre | Frauen bis 18 Jahre | Frauen über 18 Jahre | Einheit |
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| 0,5–1,5 % | 0,5–1,5 % | 0,5–1,5 % | 0,5–1,5 % | % (Prozent) |
| Für Neugeborene gelten andere Normalwerte | ||||
Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe bei der Interpretation der Ergebnisse eines Laborbefundes. Unabhängig davon, ob Ihr Testergebnis innerhalb des Referenzbereichs des Labors liegt oder nicht, muss das Ergebnis in Zusammenhang mit Ihren persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft usw.), Krankengeschichte, Medikation und Ergebnissen anderer Untersuchungen betrachtet werden. Sie können einen Wert außerhalb eines Referenzbereichs haben und dennoch völlig gesund sein, und umgekehrt können Sie trotz unauffälliger Werte mit einer unentdeckten Erkrankung leben. Daher sollten diagnostische Untersuchungen (inkl. Laborwerte) immer von einer Ärztin bzw. einem Arzt angefordert und interpretiert werden. In verschiedenen Laboren kommen unterschiedliche Geräte und Testmethoden zum Einsatz, deren Referenzwerte nicht unbedingt deckungsgleich sind. Daher stellen die oben aufgelisteten Referenzbereiche lediglich einen Orientierungsrahmen dar.
Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Referenzwerte?
Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.