Die Lymphozyten sind die Zellen des Immunsystems. Sie sind für die Abwehr von Virus- und Pilzinfektionen verantwortlich und bilden die Antikörper. Die Bestimmung dieser Labormessgröße erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.
Die Lymphozyten sind die Zellen des spezifischen/erworbenen Immunsystems. Sie sind für die Abwehr von Virus- und Pilzinfektionen verantwortlich und bilden die Antikörper (diese werden von besonderen Lymphozyten – den Plasmazellen – produziert). Die Lymphozyten werden im Knochenmark und Thymus gebildet und wandern anschließend in die sogenannten sekundären Organe des lymphatischen Systems (Lymphknoten, Milz, Mandeln, Lymphknötchen der Schleimhäute – z.B. im Darm).
Die Bestimmung der Lymphozyten im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Differenzialblutbildes.
Die Werte des Differenzialblutbildes bestehen für jede Zellgruppe (Neutrophile, Basophile, Eosinophile, Lymphozyten und Monozyten) stets aus jeweils zwei Zahlen:
Eine Erhöhung der Lymphozyten wird als „Lymphozytose“ bezeichnet. Diese findet man unter anderem bei:
Eine Erniedrigung der Lymphozyten wird als „Lymphopenie“ bezeichnet. Diese findet man unter anderem bei:
LOINC: 26478-8, 26474-7
| Männer bis 18 Jahre | Männer über 18 Jahre | Frauen bis 18 Jahre | Frauen über 18 Jahre | Einheit |
|---|---|---|---|---|
| 18–45 % | 18–45 % | 18–45 % | 18–45 % | % (Prozent) der Leukozyten |
| 1,2–3,5 G/L | 1,2–3,5 G/L | 1,2–3,5 G/L | 1,2–3,5 G/L | G/L (Giga pro Liter) |
| Für Neugeborene gelten andere Normalwerte | ||||
Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe bei der Interpretation der Ergebnisse eines Laborbefundes. Unabhängig davon, ob Ihr Testergebnis innerhalb des Referenzbereichs des Labors liegt oder nicht, muss das Ergebnis in Zusammenhang mit Ihren persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft usw.), Krankengeschichte, Medikation und Ergebnissen anderer Untersuchungen betrachtet werden. Sie können einen Wert außerhalb eines Referenzbereichs haben und dennoch völlig gesund sein, und umgekehrt können Sie trotz unauffälliger Werte mit einer unentdeckten Erkrankung leben. Daher sollten diagnostische Untersuchungen (inkl. Laborwerte) immer von einer Ärztin bzw. einem Arzt angefordert und interpretiert werden. In verschiedenen Laboren kommen unterschiedliche Geräte und Testmethoden zum Einsatz, deren Referenzwerte nicht unbedingt deckungsgleich sind. Daher stellen die oben aufgelisteten Referenzbereiche lediglich einen Orientierungsrahmen dar.
Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Referenzwerte?
Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.