Synonyme: Blutkörperchen weiß, Weiße Blutkörperchen
Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind für die Abwehr von Krankheitserregern verantwortlich und umfassen auch die Zellen des Immunsystems. Diese Blutzellen gehören zum Immunsystem des Körpers, und ihre labordiagnostische Bestimmung erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.
Die Bestimmung der Leukozyten im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.
Die Menge der Leukozyten im Blut liefert Hinweise darauf,
Die Leukozyten werden in verschiedene Zellgruppen unterteilt:
Die genaue Aufschlüsselung der Leukozyten im Blut im Hinblick auf diese Zellgruppen erfolgt beim Erstellen des Differenzialblutbildes.
Eine Erhöhung der Leukozyten insgesamt wird „Leukozytose“ genannt. In diesem Fall muss immer das Differenzialblutbild begutachtet werden. Nur das Differenzialblutbild sowie gegebenenfalls eine mikroskopische Beurteilung der Blutzellen erlauben Rückschlüsse auf die Ursachen der Leukozytose:
Eine Verminderung der Leukozyten wird „Leukopenie“ genannt. Auch in diesem Fall muss das Differenzialblutbild begutachtet werden. Nur das Differenzialblutbild sowie gegebenenfalls eine mikroskopische Beurteilung der Blutzellen erlauben Rückschlüsse auf die Ursachen der Leukopenie – z.B. eine Knochenmark-Erkrankung.
LOINC: 26464-8
| Männer bis 18 Jahre | Männer über 18 Jahre | Frauen bis 18 Jahre | Frauen über 18 Jahre | Einheit |
|---|---|---|---|---|
| 4,0–10,0 G/L | 4,0–10,0 G/L | 4,0–10,0 G/L | 4,0–10,0 G/L | G/L (Giga pro Liter) |
| Für Neugeborene gelten andere Normalwerte | ||||
Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe bei der Interpretation der Ergebnisse eines Laborbefundes. Unabhängig davon, ob Ihr Testergebnis innerhalb des Referenzbereichs des Labors liegt oder nicht, muss das Ergebnis in Zusammenhang mit Ihren persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft usw.), Krankengeschichte, Medikation und Ergebnissen anderer Untersuchungen betrachtet werden. Sie können einen Wert außerhalb eines Referenzbereichs haben und dennoch völlig gesund sein, und umgekehrt können Sie trotz unauffälliger Werte mit einer unentdeckten Erkrankung leben. Daher sollten diagnostische Untersuchungen (inkl. Laborwerte) immer von einer Ärztin bzw. einem Arzt angefordert und interpretiert werden. In verschiedenen Laboren kommen unterschiedliche Geräte und Testmethoden zum Einsatz, deren Referenzwerte nicht unbedingt deckungsgleich sind. Daher stellen die oben aufgelisteten Referenzbereiche lediglich einen Orientierungsrahmen dar.
Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Referenzwerte?
Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.