Synonyme: Eosinophile
Die Eosinophilen (eosinophile Granulozyten) sind spezialisierte weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und an der Abwehr von Parasiten (z.B. Würmern und Läusen) sowie bei Allergien und Autoimmunreaktionen beteiligt. Die Bestimmung dieser Labormessgröße erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.
Die Eosinophilen (eosinophile Granulozyten) sind spezialisierte weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und an der Abwehr von Parasiten (z.B. Würmern und Läusen) sowie bei Allergien und Autoimmunreaktionen beteiligt. Bei der mikroskopischen Begutachtung im Rahmen der Untersuchung des sogenannten Blutausstrichs imponieren diese Blutzellen mit rot angefärbten Granula im Zytoplasma (Färbung nach Wright oder May-Grünwald-Giemsa).
Die Bestimmung der Eosinophilen im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Differenzialblutbildes.
Die Werte des Differenzialblutbildes bestehen für jede Zellgruppe (Neutrophile, Basophile, Eosinophile, Lymphozyten und Monozyten) stets aus jeweils zwei Zahlen:
Eine Erhöhung der Eosinophilen wird als „Eosinophilie“ bezeichnet. Diese findet man bei:
Eine Erniedrigung der Eosinophilen (der Begriff „Eosinopenie“ ist ungebräuchlich) findet man bei:
LOINC: 26450-7, 26449-9
| Männer bis 18 Jahre | Männer über 18 Jahre | Frauen bis 18 Jahre | Frauen über 18 Jahre | Einheit |
|---|---|---|---|---|
| 0,4–7 % | 0,4–7 % | 0,4–7 % | 0,4–7 % | % (Prozent) der Leukozyten |
| 0,03–0,47 G/L | 0,03–0,47 G/L | 0,03–0,47 G/L | 0,03–0,47 G/L | G/L (Giga pro Liter) |
| Für Neugeborene gelten andere Normalwerte | ||||
Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe bei der Interpretation der Ergebnisse eines Laborbefundes. Unabhängig davon, ob Ihr Testergebnis innerhalb des Referenzbereichs des Labors liegt oder nicht, muss das Ergebnis in Zusammenhang mit Ihren persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft usw.), Krankengeschichte, Medikation und Ergebnissen anderer Untersuchungen betrachtet werden. Sie können einen Wert außerhalb eines Referenzbereichs haben und dennoch völlig gesund sein, und umgekehrt können Sie trotz unauffälliger Werte mit einer unentdeckten Erkrankung leben. Daher sollten diagnostische Untersuchungen (inkl. Laborwerte) immer von einer Ärztin bzw. einem Arzt angefordert und interpretiert werden. In verschiedenen Laboren kommen unterschiedliche Geräte und Testmethoden zum Einsatz, deren Referenzwerte nicht unbedingt deckungsgleich sind. Daher stellen die oben aufgelisteten Referenzbereiche lediglich einen Orientierungsrahmen dar.
Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Referenzwerte?
Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.