Beim Abnehmen von Übergewicht ist es hilfreich, sich zu Beginn ein klares Ziel zu setzen. Dieses Ziel soll auch erreichbar sein. Machen Sie sich auch Gedanken, warum Sie genau abnehmen möchten. Klare Ziele und Motivation unterstützen beim Abnehmen.
Abhängig vom aktuellen Gewicht legt man für das Abnehmen Folgendes fest:
Fachleute empfehlen Menschen mit Übergewicht u.a.:
Als Beispiel: Ein Mann mit 100 Kilogramm möchte abnehmen. Er setzt sich das Ziel, in einem halben Jahr 5 Kilogramm abzunehmen. Das entspricht 5 Prozent seines Ausgangsgewichts, wie von Fachleuten empfohlen. Hat der Mann dieses Ziel erreicht, kann er sich weitere 5 Prozent Gewichtsabnahme für das nächste halbe Jahr vornehmen. Nach einem Jahr wiegt der Mann um die 90 Kilogramm.
Weitere Informationen zu Ursachen von Übergewicht finden Sie unter Übergewicht und Adipositas.
Bereits eine leichte Gewichtsabnahme wirkt sich bei Übergewicht oder Adipositas positiv auf die Gesundheit aus. Zum Beispiel:
Weitere Information zu den Folgen von Übergewicht finden Sie unter Übergewicht und Adipositas.
Viele Diäten sind einseitig und nicht für eine dauerhafte Ernährung geeignet. Manche können zudem Nebenwirkungen haben wie z.B. Magen-Darm-Beschwerden oder Nierenprobleme.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass keine Diät beim Abnehmen im Vorteil ist. So ist es beim Abnehmen egal, ob z.B. Low-Carb, Low-Fat, High-Protein, Intervallfasten oder niedriger glykämischer Index eingehalten wird.
Ausschlaggebend ist beim Abnehmen in puncto Ernährung letztlich, dass weniger Kalorien gegessen und getrunken werden, als der Körper verbrennt. Bewegung und Sport unterstützen dabei, mehr Kalorien zu verbrennen.
Weitere Informationen finden Sie unter Wie viele Kalorien braucht ein Mensch pro Tag? sowie Abnehmen mit Bewegung.
Fachleute empfehlen anstatt Diäten eine dauerhafte Umstellung der Ernährung. Dabei sollten die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. So kann eine gesunde Ernährung gut in den Alltag eingebaut und auch langfristig eingehalten werden.
Wie eine gesunde Ernährung aussieht, zeigen die Österreichischen Ernährungsempfehlungen.
Beim Intervallfasten gibt es Zeiten, in denen man sehr wenig oder gar nichts isst, und Zeiten, in denen man normal isst. Intervallfasten kann beim Abnehmen unterstützen. Allerdings zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Intervallfasten zum Abnehmen nicht besser funktioniert als herkömmliche Diäten mit weniger Kalorien oder normale Ernährungsempfehlungen. Es gibt zudem keine wissenschaftlich abgesicherten Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen auf u.a. Diabetes oder Blutfette.
Mögliche Nebenwirkungen beim Intervallfasten sind u.a. Kreislaufbeschwerden, Unterzuckerung, Kopfschmerzen. Da in den Essensphasen meist normal wie bisher gegessen wird, bleiben ungesunde Gewohnheiten häufig bestehen.
Bei einer Formula-Diät werden ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag durch sogenannte Mahlzeiten-Ersatzprodukte ausgetauscht. Das sind z.B. Protein-Getränke oder Riegel. Derartige Produkte haben einen genauen Kaloriengehalt und erleichtern so den Überblick über die aufgenommenen Kalorien. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zwar, dass Formula-Diäten eine gute Möglichkeit sind, um gut und langfristig das Körpergewicht zu reduzieren. Doch eine derartige Diät sollte nicht länger als 12 Wochen gemacht werden und ist als Dauerernährung ungeeignet. Zu beachten ist auch: Während einer Formula-Diät ausreichend zu trinken. Eine Formula-Diät sollte nur unter medizinischer Betreuung durchgeführt werden.
Mögliche Nebenwirkungen einer Formula-Diät mit wenig Kalorien sind z.B. Schwindel, Schwäche, Konzentrationsbeschwerden, Nervosität, Kältegefühl, Verstopfung, Übelkeit, Unterzucker im Blut.
Nicht jede empfohlene Herangehensweise zum Abnehmen hilft jeder Person. Zum Abnehmen in einer gesunden Art und Weise empfehlen Fachleute Menschen mit Übergewicht folgende Tipps, u.a.:
Eine Ärztin oder ein Arzt oder Ernährungsfachleute können Ihnen dabei helfen, ein passendes Zielgewicht festzulegen. Sie unterstützen u.a. dabei, genügend Nährstoffe aufzunehmen und Mangelernährung zu vermeiden, oder wenn Beschwerden bestehen. Bei psychischen Problemen in Bezug auf Körpergewicht und Körperform können z.B. Gesundheitsberufe aus Gesundheitspsychologie, Klinischer Psychologie oder Psychotherapie weiterhelfen.
Weitere Informationen finden Sie unter Anlaufstellen für Menschen mit Übergewicht oder Adipositas und Ernährung: Beratung und Hilfe.
Die gängigste Methode, das Körpergewicht zu beurteilen, ist der Body Mass Index, kurz: BMI. Der BMI gibt Auskunft, ob das Körpergewicht im Normalbereich liegt. Diese Maßzahl vergleicht das Körpergewicht mit der Körpergröße.
Dazu gibt es eigene Online-Rechner, z.B. Body-Mass-Index Rechner der Österreichischen Gesundheitskasse.
Übergewicht liegt vor
Ab einem BMI von 30 kg/m2, sprechen Fachleute von Adipositas, also starkem Übergewicht.
Der BMI wird durch Faktoren wie Alter und Geschlecht beeinflusst. Der BMI berücksichtigt nicht die Körperzusammensetzung. Daher empfehlen Fachleute eine weitere Methode zur Beurteilung des Körpergewichts, z.B. das Messen des Bauchumfanges.
Zum Ermitteln des Bauchumfanges wird mit einem Maßband an der weitesten Stelle um den Bauch gemessen. Das ist in etwa beim Nabel. Der Bauchumfang ist ein gutes Maß für die Fettansammlung im Körper.
Übergewicht liegt vor:
Ab einem Bauchumfang von 88 cm bei Frauen und von bei 102 cm Männern liegt bauchbetonte Adipositas vor.
Bleiben alle Änderungen im Lebensstil ohne Erfolg, gibt es für Menschen mit starkem Übergewicht weitere Möglichkeiten, z.B. Medikamente oder Operationen.
Weitere Informationen finden Sie unter
Anlaufstellen für Menschen mit Übergewicht oder Adipositas finden Sie unter