Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Paragraphen ©fotolia/superstars_for_You

Spitalsaufenthalt: Beratung & Hilfe

Auskunft zum Krankenhausaufenthalt erhalten Sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses Ihrer Wahl. Allgemeine Fragen beantworten auch die Betreiber der gemeinnützigen Spitäler Ihres Bundeslandes. In den Krankenhäusern können sich Patientinnen und Patienten mit ihren Anliegen an Ombuds- bzw. Beschwerdestellen wenden. Außerdem steht Ihnen in jedem Bundesland eine unabhängige Patientenanwaltschaft für Beschwerden im Zusammenhang mit dem Spitalsaufenthalt zur Verfügung . . .

Wer nimmt Beschwerden entgegen?

In den Krankenhäusern können sich Patientinnen und Patienten mit ihren Anliegen an Ombuds- bzw. Beschwerdestellen wenden. Außerdem steht Ihnen in jedem Bundesland eine unabhängige Patientenanwaltschaft für Beschwerden im Zusammenhang mit dem Spitalsaufenthalt zur Verfügung. Unter folgendem Link finden Sie die Patientenanwaltschaft Ihres Bundeslandes: Patientenanwaltschaft in Österreich. Auch einige Krankenkassen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für Beschwerden und Anregungen von Patientinnen und Patienten zuständig sind. Weiters gibt es in den meisten Bundesländern Schlichtungsstellen (Schiedsstellen), die von den Landesärztekammern betrieben werden. Ihre Hauptaufgabe ist die außergerichtliche Herbeiführung einer Einigung bei Konflikten zwischen Patientin/Patient und Ärztin/Arzt, wenn eine medizinische Fehlbehandlung behauptet wird.

Eine Liste der Betreiber finden Sie hier.

Entschädigung bei medizinischen Schadensfällen

Patientinnen und Patienten, die in einem öffentlichen oder privaten gemeinnützigen Spital einen Schaden erlitten haben, können eine Entschädigung aus dem Patientenentschädigungsfonds erhalten. Seit 2001 verfügt jedes Bundesland über einen solchen Fonds.

Ansprechpartner ist die Patientenanwaltschaft Ihres Bundeslandes. Die Patientenanwaltschaft trägt den Fall der Patientenentschädigungskommission des Bundeslandes vor, die dann über die Entschädigung entscheidet. Das Verfahren ist für die Betroffenen kostenlos.

Wer behandelt nicht sozialversicherte Menschen?

99 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind gesetzlich sozialversichert. Daher bleiben etwa 80.000 Menschen, die durch das soziale Netz fallen. Zu ihnen gehören arbeitslose Menschen, die eine Meldefrist versäumt haben oder keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe haben (z.B. Studentinnen/Studenten ohne ausreichende Versicherungszeiten) sowie Asylsuchende außerhalb der Bundesbetreuung. Nach dem Tod einer/eines Versicherten bzw. nach einer Scheidung kann die Krankenversicherung der mitversicherten Ehepartnerin/des mitversicherten Ehepartners fortgesetzt werden.

Achtung! Es können Versicherungslücken entstehen!


Für die medizinische Betreuung dieser Personengruppen gibt es spezielle Einrichtungen: Außerhalb der Spitäler leistet in Wien beispielsweise Amber Med von der Diakonie Österreich medizinische Notversorgung, in Graz und Wien der Louise-Bus der Caritas. In Graz gibt es überdies die Marienambulanz der Caritas, die medizinische Erst- und Grundversorgung unter anderem für nicht versicherte Menschen bietet. Diese Einrichtungen bieten ambulante Betreuung an.

Wer im Krankenhaus behandelt werden muss, findet Hilfe in einem der sieben Spitäler der Barmherzigen Brüder. Dort wird in den Ambulanzen und stationär jede Patientin und jeder Patient behandelt, die/der sich in einer gesundheitlichen Notsituation befindet. Finanziert wird diese Hilfe durch Spenden aus der jährlichen Haussammlung der Barmherzigen Brüder.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse