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Frauenkörper © BillionPhotos.com

Der weibliche Körper

Für die Wahl der geeigneten Verhütungsmethode ist ein gewisses Grundverständnis der Funktionsweise des weiblichen Körpers von Vorteil. Dabei spielt der weibliche Zyklus eine wichtige Rolle. Der Zeitpunkt der ersten Monatsblutung tritt bei den meisten Mädchen in der Pubertät zwischen dem neunten und 15. Lebensjahr ein. Vor der ersten Regelblutung bleibt der Eisprung zwar oftmals aus. Theoretisch kann jedoch ein Mädchen bereits im Monat vor der ersten Menstruation schwanger werden . . .

Der Zyklus

Als Menstruations-, Monats- oder Sexualzyklus bezeichnet man die Zeit vom ersten Tag der Monatsblutung (erster Zyklustag) bis zum letzten Tag vor der nächsten Regel (letzter Zyklustag). Er wiederholt sich normalerweise alle 25 bis 32 Tage. Die genaue Zykluslänge unterscheidet sich von Frau zu Frau. Auch ist die Zyklusdauer bei ein und derselben Frau nicht immer konstant. So können innere und äußere Einflüsse wie Krankheit, Stress, Reisen, Medikamente oder Klimaveränderungen die Dauer beeinflussen.

Hinter diesem zirka vierwöchigen Rhythmus stehen hormonell gesteuerte, periodische Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke. So befinden sich bereits bei der Geburt eines jeden Mädchens ungefähr 700.000 bis zwei MIllionen unreife Eizellen in seinen Eierstöcken, zum Zeitpunkt der Menarche sind es noch 400.000. Jedoch reift erst zu Beginn der Pubertät jeweils eine davon in jedem Zyklus zu einer befruchtungsfähigen Eizelle heran. Ungefähr zwei Wochen vor Beginn der nächsten Regel löst sich die reife Eizelle aus dem Eierstock heraus und wird vom Eileiter aufgefangen. Dieser sogenannte Eisprung (Ovulation) würde demnach bei einer Zyklusdauer von beispielsweise 28 Tagen etwa am 14. Zyklustag stattfinden.

Manchmal kommt es zu diesem Zeitpunkt zu einer leichten Blutung oder einem kurz dauernden, meist einseitigen Ziehen im Unterleib. Gleichzeitig verflüssigt sich der Schleim, der den Eingang zur Gebärmutter (Muttermund) normalerweise fest verschließt. Kommt es in dieser Zeit zum Geschlechtsverkehr, können die Samenzellen die Eizelle leicht erreichen. 

Die Befruchtung

Die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle findet im äußeren Drittel des Eileiters (Tuba uterina) statt, der Eierstock und Gebärmutter miteinander verbindet. Normalerweise kann eine Eizelle bis zu 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtet werden. Nach der Befruchtung macht sie sich auf den Weg zur Gebärmutter, was etwa vier bis fünf Tage dauert. In der Gebärmutter selbst hat sich inzwischen durch den Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone eine gut durchblutete und nährstoffreiche Schleimhaut zur Einnistung der Eizelle aufgebaut. Bleibt eine Befruchtung der Eizelle aus, löst sich diese Schleimhaut nach ungefähr 14 Tagen wieder auf und wird bei der folgenden Regelblutung (Menstruation) ausgestoßen. Somit kann der Zyklus wieder neu beginnen.

Die erste Monatsblutung

Der Zeitpunkt der ersten Monatsblutung – die sogenannte Menarche – tritt bei den meisten Mädchen in der Pubertät zwischen dem neunten und 15. Lebensjahr ein. Der Durchschnitt liegt derzeit bei ca. zwölf Jahren. Vor der ersten Regelblutung bleibt der Eisprung zwar oftmals aus. Theoretisch kann jedoch ein Mädchen bereits im Monat vor der ersten Menstruation schwanger werden.

Der ersten Regelblutung geht beinahe immer die Absonderung eines weißlichen Scheidensekrets voraus. Dieser sogenannte Weißfluss tritt ungefähr sechs bis zwölf Monate vor der Menarche auf und wird durch die Hormonbildung ausgelöst. Die Geschlechtshormone steuern zusammen mit den Wachstumshormonen den pubertären Wachstumsschub. Dieser dauert ungefähr drei Jahre. Die maximale Wachstumsgeschwindigkeit erreichen Mädchen jedoch bereits deutlich vor der Menarche. Begleitend entwickeln sich in der Pubertät die weibliche Brust sowie die Schambehaarung. Insgesamt dauert die Pubertätsperiode ungefähr vier Jahre.

Die Menopause

Von Beginn der Regel bis zur letzten Monatsblutung (sogenannte Menopause) vergehen im Schnitt 40 Jahre. Das ist der Zeitraum, in dem eine Frau Kinder bekommen kann. Da sehr viele Frauen bis zur Menopause Eisprünge haben und damit auch schwanger werden können, sollte bei fehlendem Kinderwunsch bis zu einem Jahr nach der letzten Blutung auf eine sichere Verhütung achtgegeben werden. Denn erst wenn mindestens zwölf Monate keine Blutung mehr aufgetreten ist, kann man davon ausgehen, dass tatsächlich kein Eisprung mehr stattgefunden hat und somit keine Schwangerschaft mehr möglich ist. Der genaue Zeitpunkt der Menopause lässt sich daher nur im Nachhinein feststellen.

Die weiblichen Geschlechtsorgane zum Download.

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