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Grafik Mann und Frau © sk_design

Die Rolle der Hormone

Hormone sind körpereigene Botenstoffe. Sie werden meist in bestimmten Drüsen gebildet und über das Blut zu ihrem Zielort transportiert. Dort sind sie für spezifische Wirkungen verantwortlich. Das für Sexualität und Fortpflanzung verantwortliche Hormonsystem besteht aus einem Regelkreis, in dem das Gehirn und die sogenannten Keimdrüsen die zentrale Rolle spielen . . .

Weibliche und männliche Hormone

Als Keimdrüsen bezeichnet man die Eierstöcke der Frau und die Hoden des Mannes. In ihnen werden die wichtigsten weiblichen (Östrogen und Progesteron) bzw. männlichen (Testosteron) Geschlechtshormone gebildet. Das in den Hoden produzierte Testosteron ist unter anderem für die Reifung der Spermien, die Entwicklung der männlichen Genitalien sowie die Potenz und das sexuelle Verlangen (Libido) verantwortlich.

Das Progesteron der nicht schwangeren Frau wird in den Eierstöcken gebildet. Es übernimmt zahlreiche Aufgaben im weiblichen Organismus, insbesondere bereitet es die Schleimhaut der Gebärmutter auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Kommt es zu einer Schwangerschaft, übernimmt der Mutterkuchen (Plazenta) die Bildung von Progesteron, das für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft verantwortlich ist.

Östrogene werden hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet. Diese weiblichen Sexualhormone besitzen ebenfalls zahlreiche verschiedene Funktionen im weiblichen Organismus. Sie bewirken unter anderem die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane sowie den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus.

Hinweis Auch Frauen bilden in geringem Maße Testosteron, genauso produzieren Männer im Hoden kleine Mengen an Östrogenen.

Die Bildung der menschlichen Sexualhormone wird durch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert, indem sie darauf spezialisierte Hormone zu den Keimdrüsen sendet. Sie selbst erhält ihre Befehle wiederum hormongesteuert von einem über ihr befindlichen Regulationszentrum, dem Hypothalamus. Dabei stehen die Keimdrüsen ständig über das Blut mit den Steuerungs- und Regulationszentren des Gehirns in Verbindung, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten. Bereits kleine Störungen können einen großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau bewirken.

Künstliche Hormone zur Verhütung

Künstlich hergestellte Abkömmlinge der weiblichen Geschlechtshormone werden heute in verschiedener Form und Zusammensetzung verwendet, um wirksam eine unerwünschte Schwangerschaft zu verhindern. Sie werden allgemein als hormonelle Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) bezeichnet und finden unter anderem Verwendung in der Pille, Minipille, Hormonspirale, dem Hormonimplantat, Verhütungspflaster, Vaginalring und der Dreimonatsspritze.

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