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Paar lehnt sich auf Sofa zurück © Antonioguillem

Nahrung für die Seele

Botschaften und Glaubenssätze können unser Wohlbefinden beeinflussen und sich positiv auf die Stressverarbeitung auswirken. Bei der Verwendung von Glaubenssätzen geht es nicht um unrealistisches rein positives Denken, sondern darum, Stressverursacher zu entwaffnen und sich selbst den Rücken zu stärken. Es ist nie zu spät, die Seele mit positiven Erfahrungen „nachzunähren“ und ihr Gutes zu tun.

Wie Glaubenssätze unser Wohlbefinden beeinflussen

Glaubenssätze stammen aus der modernen Psychologie. Man spricht von einem Glaubenssatz, wenn es um eine tief verankerte Überzeugung eines Menschen geht. Beispiele wären „Ich bin ungeschickt“ oder „Ich bin ein Optimist“. Glaubenssätze können die innere Bewertung von Stressoren (Stressverursacher) beeinflussen – also verstärken oder abschwächen. Für die Bewältigung von Stress sind jene Glaubenssätze hilfreich, die Stressoren abschwächen und unterstützend sind, wie z.B. „Es ist wichtig für mich, Grenzen zu setzen“. 

Damit dies gelingen kann, ist es wichtig, seine eigenen Glaubenssätze zu kennen. Dann kann man versuchen, diese nach und nach zu Überzeugungen zu verändern, die den Einfluss von Stressoren mildern können und gleichzeitig Kraft geben. Um eigene positive Glaubenssätze zu verankern, stellen Sie sich diese immer wieder bildlich im Zustand der Entspannung vor. So kann ein neuer Glaubenssatz für Sie ein Anker in stürmischen Zeiten sein. Dringen jedoch immer wieder negative Glaubenssätze nach vorne, die stressverstärkend sind, können Sie diese gedanklich stoppen, indem Sie an den ankernden, positiven Glaubenssatz denken. Glaubenssätze anzuwenden kostet wenig Zeit, kann aber sehr unterstützend sein.

„Nachnähren“ und nachlernen – es ist nie zu spät

Mit „Nachnähren“ meint man das Nachholen von Sicherheit und Geborgenheit – einfach das Gefühl, angenommen zu werden, wie man ist – z.B. nach einem stressigen, konfliktreichen Tag. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen guttun. Geborgenheit und Sicherheit kann man sich aber auch selbst vermitteln, z.B. mit Routineabläufen wie etwa Gartenarbeit, Tagebuchschreiben oder sich in eine Decke kuscheln etc. Mithilfe des sogenannten „Nachnährens“ können positive Erfahrungen gemacht und Bedürfnisse gestillt werden.

Verschiedenste Ressourcen, die der Mensch in sich trägt, können wiederbelebt werden. Ressourcen im Sinne von Gesundheitsressourcen sind die Gesamtheit aller gesundheitsförderlichen bzw. schützenden persönlichen und sozialen, aber auch körperlichen und psychischen Reserven. Dazu gehören etwa Selbstbestimmung, Zuversicht und Humor – aber auch Geborgenheit und das Gefühl, geliebt zu werden. Weitere Informationen finden Sie unter Ressourcen.

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