Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Übergewichtiger Junge mit Burger © kwachaichaindom

Essen aus dem Gleichgewicht

Auch an den Schulen spiegelt sich zum Teil bereits das gestörte Verhältnis zu Ernährung wider, das man häufig in der westlichen Gesellschaft findet: Während viele einem unrealistischen Schlankheitsideal nacheifern und dabei dem eigenen Körper gegenüber eine gestörte Wahrnehmung entwickeln, werden andere immer fülliger und sind mit dem übermäßigen Essensangebot überfordert . . .

Über- oder Untergewicht – beides ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, die das Wachstum und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen schwer beeinträchtigen können. Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schülern einen gefestigten Umgang mit Ernährung zu vermitteln und zu ermöglichen.

Schwere Kindeslast

Wie im internationalen Trend ist auch bei Österreichs Kindern und Jugendlichen ein Anstieg von Übergewicht und Adipositas zu verzeichnen. Der österreichische Ernährungsbericht 2012 zeigt, dass gut ein Fünftel der Mädchen und gut ein Viertel der Buben im Alter zwischen 7 und 14 Jahren übergewichtig sind, darunter knapp 6 bzw. 9 Prozent stark fettleibig (adipös).

Übergewichtige Kinder und Jugendliche haben ein deutlich erhöhtes Risiko für frühzeitige Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, den eigentlichen Altersdiabetes, und degenerative Skeletterkrankungen. Hinzu kommt, dass übergewichtige Kinder im Sozialgefüge der Schule vielmals Spott ausgesetzt sind, v.a. im Sportunterricht, was das Kind auch psychisch schwer belasten kann.

Beurteilung des BMI Kinder und Jugendlicher (bis 18 Jahre)

Ob ein Kind unter- oder übergewichtig ist, lässt sich anhand des Body Mass Index (BMI) errechnen. Da sich die Körperzusammensetzung bei Kindern und Jugendlichen verändert, muss der BMI anhand von Wachstumskurven, sogenannten Perzentilen, verglichen werden.

  • Normalgewicht: Liegt der BMI zwischen der zehnten und der 90. Perzentile, ist das Kind bzw. der Jugendliche normalgewichtig.
  • Untergewicht: Ein BMI unterhalb der zehnten Perzentile bedeutet Untergewicht bzw. unterhalb der dritten Perzentile starkes Untergewicht.
  • Übergewicht: Ein BMI über der 90. Perzentile bedeutet Übergewicht bzw. über der 97. Perzentile starkes Übergewicht (Adipositas).

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Wachstum und Diäten

Vermehrt ist zu beobachten, dass sich viele, insbesondere junge Mädchen, in Richtung „junger, schöner, schlanker Körper“ gedrängt fühlen und eine gestörte Selbstwahrnehmung entwickeln. Eine Essstörung droht. Der Schlankheitsdruck an Schulen ist ein durchaus gegenwärtiges und ernstzunehmendes Problem. Normal- oder untergewichtige Kinder und Jugendliche, die dem Abnehmwahn verfallen, gefährden ihre Gesundheit und körperliche Entwicklung. Zudem besteht die Gefahr einer Essstörung wie z.B. Magersucht oder Bulimie, die ärztlicher Betreuung bedarf.

Beobachten Sie als Elternteil bei Ihrem Kind bzw. als Lehrerin/Lehrer in der Klasse starkes Über- bzw. Untergewicht oder Entwicklungen in Richtung Diätenwahn, ist es besonders wichtig, dies rechtzeitig anzusprechen und zu helfen. Die Schulärztin/der Schularzt bzw. die Schulpsychologin/Schulpsychologe unterstützt Sie dabei.


Beratung & Hilfe

Die gute Wahl – ein neues Projekt für Schulbuffets (BMGF)

Nationaler Aktionsplan Ernährung (BMGF)

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse